NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

EUROPÄISCHE UNION

Binationale Scheidungen leichter

Brüssel - Binationale Ehepaare können sich künftig in vielen europäischen Staaten einfacher scheiden lassen. In Deutschland und 13 anderen EU-Ländern können sie in Zukunft wählen, nach welchem nationalen Recht sie sich scheiden lassen wollen. Am Beschluss der EU-Justizminister am Freitag in Brüssel habe besonders Deutschland Interesse, sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), da hierzulande 2,4 Millionen binationale Ehepaare lebten, 13 Prozent aller Ehen. Neben Deutschland beteiligen sich auch Frankreich, Österreich, Spanien, Italien, Portugal, Belgien, Luxemburg, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Lettland und Malta an der Neuregelung. Bisher war der Partner im Vorteil, der am schnellsten vor Gericht zog und das für ihn günstigste nationale Recht wählte. Demnächst müssen sie sich einigen. Ist das nicht möglich, wird zunächst das nationale Recht am letzten gemeinsamen Lebensmittelpunkt angewendet. Falls auch das nicht möglich sein sollte, gilt dann das der gemeinsamen Nationalität, danach das Recht des Landes, in dem das angerufene Gericht liegt. AFP

KOREA

Wieder Manöver in Fernost

Tokio/Seoul - Inmitten der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben die USA und Japan am Freitag ihr bislang größtes gemeinsames Militärmanöver begonnen. Die achttägige Übung in japanischen Gewässern wurden erstmals von südkoreanischen Beobachtern begleitet. Die südkoreanische Regierung warnte nach dem nordkoreanischen Angriff auf die Insel Yeonpyeong, jede weitere Attacke werde „gründlich bestraft“. Die Übung sei lange vor dem Angriff geplant gewesen, hieß es aus Japan. AFP

VEREINTE NATIONEN

Mehr Länder im Krieg, weniger Opfer

New York - Weltweit sind nach einer Studie für die UN immer mehr Länder in Kriege verwickelt. Die Konflikte werden aber schneller beendet und kosten deutlich weniger Menschenleben als früher. „In den fünfziger Jahren starben in jedem Krieg noch durchschnittlich 10 000 Menschen. Im neuen Jahrtausend waren es weniger als 1000“, sagte der kanadische Wissenschaftler Andrew Mack, der die Entwicklung von Kriegen im Auftrag von vier Staaten untersucht hatte. Der Studie nach sind aber immer mehr Nationen an Kriegen beteiligt, weil öfter Staatengemeinschaften in den Krieg zögen – so beim Golfkrieg 1991, dem Irakkrieg und dem Krieg in Afghanistan. dpa

FRANKREICH

Einbrecherin bei Ségolène Royal

Paris - Eine Minderjährige ist nach Angaben der Pariser Polizei in die Wohnung der sozialistischen Politikerin Ségolène Royal am Stadtrand von Paris eingebrohen. Man habe die Fingerabdrücke einer polizeibekannten Wiederholungstäterin gefunden. In die Wohnung der Politikerin wurde zwei Tage nach der Verkündung ihrer Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen eingebrochen – zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren. AFP

USA

Schmiergeldklage gegen Cheney

Washington - Der frühere US-Vizepräsident Dick Cheney hat Korruptionsvorwürfe vehement zurückgewiesen, die in Nigeria gegen ihn erhoben worden sind. Die Vorwürfe betreffen Schmiergeldzahlungen im Zusammenhang mit dem Bau einer Flüssiggasanlage durch den US-Energiekonzern Halliburton im Süden Nigerias. Cheney war vor seiner Amtszeit als US-Vizepräsident Chef von Halliburton.AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar