NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

IRAN

Teheran wirft IAEO-Inspekteuren Einschleusung von Spionen vor

Teheran - Die iranische Regierung wirft der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) vor, Spione westlicher Geheimdienste in das Land zu schleusen. Geheimdienstminister Hejdar Moslehi wurde im staatlichen Rundfunk mit den Worten zitiert, unter den IAEO-Inspekteuren seien auch Agenten. Die IAEO äußerte sich zunächst nicht zu den Anschuldigungen. Moslehi wiederholte auch den Vorwurf, dass die Geheimdienste der USA, Israels und Großbritanniens hinter dem Mordanschlag auf einen iranischen Atomwissenschaftler stecken, der am vergangenen Montag mit einer Bombe getötet wurde. rtr

VEREINTE NATIONEN

Atombehörde will Kernbrennstoffbank aufbauen

Wien - Staaten mit Atomkraftwerken sollen in Zukunft bei Engpässen auf einen Pool mit Nuklearbrennstoff zurückgreifen können. Die Mehrheit des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO beschloss in Wien die Einrichtung einer entsprechenden Brennstoffbank. Kasachstan bot sich als Standort an. Ein Drittel des Startkapitals von 150 Millionen Euro bringt der US-Investor Warren Buffett über eine Initiative gegen nukleare Bedrohung auf. Den Rest übernehmen die USA, die EU, die Arabischen Emirate, Kuwait und Norwegen. Mit der Brennstoffbank sollen Ländern Argumente für eine eigene Anreicherung von Uran genommen und so eine mögliche Weiterverarbeitung zu waffenfähigem Brennstoff verhindert werden. dpa

ELFENBEINKÜSTE

Gbagbo trotz verlorener Wahl

wieder als Präsident vereidigt

Abidjan - Trotz internationaler Kritik ist in der westafrikanischen Republik Elfenbeinküste der amtierende Präsident Laurent Gbagbo am Samstag für eine weitere Amtszeit vereidigt worden. Gbagbo hatte die Stichwahl um die Präsidentschaft am vergangenen Sonntag nach Angaben der Wahlkommission gegen den Oppositionspolitiker Alassane Ouattara verloren, dieses Ergebnis aber nicht anerkannt. Zuvor hatte sich Regierungschef Guillaume Soro auf die Seite von Alassane Ouattara gestellt. Die Entscheidung des Verfassungsrats des Landes, den amtierenden Präsidenten Laurent Gbagbo zum Sieger zu erklären, bezeichnete Soro als „ungerecht und inakzeptabel“. In der Nacht zum Samstag kamen Augenzeugen zufolge bei Zusammenstößen in einem Armenviertel im Süden von Abidjan zwei Menschen ums Leben. AFP

BOLIVIEN

La Paz senkt das Rentenalter

und verstaatlicht Pensionen

La Paz - Während viele Länder in Europa das Renteneintrittsalter erhöhen, stellt sich Bolivien gegen den Trend: Das Parlament des südamerikanischen Landes verabschiedete ein Gesetz, wonach die Bolivianer mit 58 statt wie bisher mit 65 Jahren in Rente gehen können. Mütter von mehr als drei Kindern dürfen schon ab 55 Jahren in den Ruhestand gehen. Die Änderungen sind Teil eines Gesetzes, das die Schließung von zwei privaten Rentenkassen vorsieht. Betroffen von der Verstaatlichung sind das spanische Finanzinstitut Banco Bilbao Vizcaya Argentina (BBVA) sowie die Schweizer Zurich. AFP

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