NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Selbstmordkommandos greifen afghanische Armee an

Kundus/Kabul - Einen Tag nach dem Truppenbesuch von Kanzlerin Angela Merkel in Nordafghanistan haben Selbstmordkommandos der Taliban die afghanische Armee in Kundus und in Kabul angegriffen. Mindestens elf Angehörige der Sicherheitskräfte und fünf Angreifer starben. In Kundus hatte sich am Samstag Merkel bei den deutschen Soldaten für ihren Dienst bedankt. Ziel der Taliban in Kundus war ein Rekrutierungszentrum der afghanischen Armee in der Stadt. „Vier Armeesoldaten und zwei Polizisten wurden bei dem Schusswechsel mit den Selbstmordattentätern getötet“, sagte der Polizeichef der nordafghanischen Provinz Kundus, Abdul Rahman Sayedkhili. Mindestens drei Aufständische seien bei den Kämpfen am Sonntag ums Leben gekommen. Auch einige Bundeswehrsoldaten unterstützten die afghanischen Sicherheitskräfte. dpa

NORDKOREA

Pjöngjang erhöht Alarmbereitschaft für Militär

Yeonpyeong - Kurz vor einer UN-Dringlichkeitssitzung zum Korea-Konflikt hat Nordkorea die Alarmbereitschaft seines Militärs in Erwartung einer von Südkorea angekündigten Militärübung im Grenzgebiet der beiden Länder erhöht. Zuvor hatte Südkorea die Übung nahe der Insel Yeonpyeong wegen schlechten Wetters verschoben, aber trotz des internationalen Drucks nicht abgesagt. Früheren Angaben zufolge sollte sie bis Dienstag stattfinden. Nordkorea drohte, den Süden erneut unter Beschuss zu nehmen, sollte dieser an der Artillerie-Übung mit scharfer Munition im Grenzgebiet festhalten. Ein neuer Schlag werde härter ausfallen als der am 23. November, bei dem beim Beschuss der südkoreanischen Insel Yeonpyeong vier Menschen getötet wurden. Südkorea teilte mit, sollte es erneut von Nordkorea angegriffen werden, werde es zur Selbstverteidigung zurückschlagen. rtr

NAHOST

Schwerster Angriff in Gaza

seit Monaten

Gaza - Bei dem schwersten Angriff auf den Gazastreifen seit Monaten hat die israelische Luftwaffe fünf militante Palästinenser getötet. Die israelische Armee teilte am Sonntag mit, ein Flugzeug habe eine Gruppe von Männern beschossen, die Raketenangriffe auf Israel vorbereiteten. Der Vorfall ereignete sich nach palästinensischen Angaben am Samstagabend in der Stadt Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen. Bei den Getöteten handelte es sich demnach um Mitglieder einer radikalislamischen Splittergruppe. Sie hätten die Militärorganisation der Hamas verlassen, weil diese ihnen nicht radikal genug war, hieß es. Seit Jahresbeginn haben militante Palästinenser in Gaza nach israelischen Armeeangaben mehr als 200 Raketen und Mörsergranaten auf Israel abgefeuert. Die radikalislamische Hamas herrscht seit einem gewaltsamen Putsch Mitte 2007 allein im Gazastreifen. dpa

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