NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Studie: Einwanderer deutlich besser integriert als angenommen

Gütersloh - In Fragen von Familie und Beruf zeigen sich Migranten stärker in Deutschland integriert als oft angenommen. Laut einer von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie gibt es zwischen Bürgern mit oder ohne Migrationshintergrund „mehr Gemeinsamkeiten als Trennendes“. Die Karriereorientierung ist bei Migranten eher stärker ausgeprägt. Berufstätige Migranten sind laut der tns- Emnid-Umfrage sogar karriereorientierter als deutschstämmige Befragte. Insgesamt 89 Prozent von ihnen sagen demnach „Ich möchte beruflich weiterkommen“; 57 Prozent stimmen dem sogar „stark“ zu. Von den Berufstätigen ohne Migrationshintergrund sind es lediglich 45 Prozent. Insbesondere junge Migranten seien stark leistungs- und erfolgsorientiert. Männer mit Migrationshintergrund sind mit 86 Prozent stärker am beruflichen Weiterkommen interessiert als Männer ohne ausländische Wurzeln. Die Ergebnisse der Studie widerlegen nach Ansicht der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Liz Mohn, „Vorurteile über Menschen anderer Herkunft in der deutschen Gesellschaft.“ AFP

DEUTSCHLAND/WEISSRUSSLAND

Auswärtiges Amt bestellt weißrussischen Botschafter ein

Berlin - Nach der umstrittenen Präsidentschaftswahl in Weißrussland und der anschließenden Niederschlagung regierungskritischer Proteste hat das Auswärtige Amt den weißrussischen Botschafter einbestellt. Andrej Giro sei die „Erwartungshaltung der Bundesregierung“ übermittelt worden, „unverzüglich alle Verhafteten freizulassen und in Dialog mit der Opposition zu treten“, teilte das Außenministerium mit. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) führte den Angaben zufolge am Dienstag zudem ein Telefonat mit US-Außenministerin Hillary Clinton. Angesichts der Kritik der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an der Stimmenauszählung in Weißrussland erklärte Westerwelle, der „undemokratische rückwärts gewandte Kurs“ der Führung in Minsk treibe „das eigene Land in die Isolation“ und schade der Bevölkerung. „Wer Wahlen manipuliert und massenhaft Menschen einsperrt, die von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit Gebrauch machen wollen, ist kein Wertepartner für die Europäische Union“, erklärte Westerwelle. AFP

ELFENBEINKÜSTE

Gbagbo bekräftigt Anspruch

auf Präsidentenamt

Abidjan - In der politischen Krise der Elfenbeinküste bleiben die Fronten verhärtet. In seiner ersten Fernsehansprache seit dem Beginn des Konflikts untermauerte der selbst ernannte Präsident Laurent Gbagbo seinen Anspruch auf das Amt des Staatschefs. Das Lager seines Herausforderers Alassane Ouattara warf ihm hingegen vor, die internationale Gemeinschaft täuschen zu wollen, und forderte seinen Rückzug. „Ich bin der Präsident der Elfenbeinküste“, betonte Gbagbo. Ouattara warf er vor, für die angespannte Lage im Land verantwortlich zu sein. Die Unruhen seien durch dessen „Weigerung, sich den herrschenden Gesetzen, Regeln und Prozeduren zu unterwerfen“, verursacht worden. Ouattara und die internationale Gemeinschaft würden einen „Krieg“ gegen die Elfenbeinküste führen und das Recht der Bevölkerung missachten, ihre politischen Anführer selbst auszuwählen. Gbagbo hatte sich erneut als Staatschef vereidigen lassen, obwohl nach der Präsidentschaftswahl Ende November der Oppositionskandidat Ouattara von der Wahlkommission zum Sieger erklärt worden war. AFP

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