NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

OMAN

Besatzung der gekaperten

„Ems River“ geht es gut

Papenburg - Der Besatzung des vor Oman gekaperten deutschen Frachters „Ems River“ geht es gut. Das sagte ein Sprecher der Reederei Grona Shipping aus Papenburg. An Bord seien keine Deutschen. Sieben Seeleute stammen von den Philippinen, einer kommt aus Russland. „Wir haben noch keinen Kontakt zu den Entführern“, berichtete der Sprecher. Die Piraten hätten die volle Kontrolle über das am Montag entführte Schiff. Die „Ems River“ war auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Griechenland. Der Vorfall ereignete sich vor der Hafenstadt Salalah. dpa

IRAN

Außenamt: Keine Prognose

zur Freilassung der Reporter

Berlin/Teheran - Das Auswärtige Amt hat keine Anhaltspunkte für eine schnelle Freilassung der seit fast drei Monaten im Iran inhaftierten beiden deutschen Reporter. „Unser Ziel ist die möglichst baldige Freilassung unserer beiden deutschen Staatsangehörigen und ihre Rückkehr in die Heimat. Einen genauen Zeitplan dafür kann ich Ihnen leider zur Stunde nicht geben“, sagte Außenamtssprecher Andreas Peschke am Mittwoch in Berlin. Die Untersuchungen der iranischen Behörden zu dem Fall seien noch nicht abgeschlossen, sagte der Sprecher. Unterdessen kehrten eine Schwester des Reporters und die Mutter des Fotografen nach dem Treffen mit den Inhaftierten nach Deutschland zurück. dpa

CHINA

Aktivist bedauert angeblich Proteste gegen Milchpulver-Verseuchung

Peking - Der nach Protesten gegen verseuchtes Milchpulver inhaftierte chinesische Aktivist Zhao Lianhai ist nach eigenen Angaben aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig freigelassen worden. Er werde derzeit im Krankenhaus behandelt und wolle niemanden sehen, schrieb der im November zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilte Familienvater am Mittwoch in seinem Internetblog. Gleichzeitig bedauerte er seine Proteste. Zhaos früherer Anwalt Li Fangping vermutete, der 38-Jährige könnte zu seinen Äußerungen gezwungen worden sein. Zhao hatte sich nach dem Skandal um mit Melamin verseuchtes Milchpulver, an dem vor zwei Jahren auch sein eigenes Kind erkrankte, für eine Entschädigung der rund 300 000 Opfer eingesetzt. AFP

GRIECHENLAND

54 Flüchtlinge im Tank

eines Lastwagens entdeckt

Athen - Beamte der Hafenpolizei im westgriechischen Patras haben im Tank eines unbeladenen Tankwagens 54 Männer, zwei Frauen und sechs Kinder aus Afghanistan, dem Irak und Pakistan entdeckt. Die Flüchtlinge hatten sich in dem leeren Tank versteckt und gehofft, mitsamt dem Lastzug an Bord einer Fähre von Patras nach Italien überzusetzen. Sie hätten die Reise aber vermutlich nicht überlebt: Nach Einschätzung der Polizei wären sie während der mehr als 20-stündigen Überfahrt in dem Tank wahrscheinlich erstickt. öhl.

KUBA

Urteil gegen Todeskandidaten

in Haftstrafe umgewandelt

Havanna - Das Urteil gegen den letzten verbleibenden Todeskandidaten in Kuba ist in eine Haftstrafe umgewandelt worden. Wie eine kubanische Menschenrechtsgruppe mitteilte, wandelte der Oberste Gerichtshof in Havanna am Dienstag die Todesstrafe gegen den regierungsfeindlichen Aktivisten Humberto Real in 30 Jahre Gefängnis um. Seit 2008 wurden in Kuba bereits die Todesurteile gegen Dutzende andere Gefangene zu Haftstrafen abgemildert. AFP

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