NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Bauarbeiten für Stuttgart 21

durch Proteste behindert

Stuttgart - Kurz nach ihrer Wiederaufnahme sind die Bauarbeiten für das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 am Montag durch Proteste behindert worden. Die Polizei löste eine Blockade direkt vor einem Bauzaun auf, mit der rund 50 Aktivisten gegen die Verlegung des Bahnhofs unter die Erde protestierten. Etwa ein Dutzend Demonstranten wurden von der Polizei weggetragen. Am Abend gingen wieder zehntausende Menschen in Stuttgart gegen den neuen unterirdischen Bahnhof auf die Straße. dpa

Westerwelle fordert in Kundus

mehr Unterstützung für Einsatz

Kundus/Berlin - Vor der Mandatsverlängerung im Bundestag hat Außenminister Guido Westerwelle mit einem Besuch im Feldlager Kundus um breite Unterstützung für den Bundeswehreinsatz in Afghanistan geworben. Der Minister sagte mit Blick auf die Abstimmung über das Mandat am 28. Januar: „Es wäre ein gutes Signal, wenn der Bundestag mit einer großen breiten Mehrheit seine Rückendeckung gibt.“ Dieser Wunsch könnte ihm erfüllt werden. Am Montag sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD der Tageszeitung „Taz“: „Der vorliegende Mandatsentwurf der Koalition ist ein Grund für uns, zuzustimmen.“ Es seit deutlich formuliert worden, dass der Abzug 2011 beginnen solle. dpa

EUROPÄISCHE UNION

Kommission: Mängel bei jeder

zehnten Behandlung im Krankenhaus

Berlin - Bei jeder zehnten Behandlung in den Krankenhäusern der Europäischen Union werden die Patienten Opfer von Ärztefehlern, Infektionen oder Schludrigkeit. „Viele dieser medizinischen Fehler sind vermeidbar“, sagte EU-Gesundheitskommissar John Dalli der „Welt“. Dalli forderte, dass solche Fehler von den Behörden erfasst, Klagen erleichtert und Entschädigungen sichergestellt werden. In Deutschland sind neue Regeln für mehr Klinikhygiene geplant. dpa

IRAN

Teheran wirft dem Mossad

Mord an Atomwissenschaftler vor

Teheran - Im Iran sind nach Berichten der staatlichen Medien Angehörige des israelischen Geheimdienstes Mossad festgenommen worden, die an der Ermordung eines iranischen Atomwissenschaftlers beteiligt gewesen sein sollen. „Das Netzwerk von Spionen und Terroristen mit Verbindungen zum Mossad wurde zerstört“, berichtete das iranische Fernsehen. Sie seien für die Tötung von Massud Ali-Mohammadi verantwortlich. Der Wissenschaftler war am 12. Januar 2010 in Teheran durch eine ferngezündete Bombe umgekommen. rtr

Menschenrechtsanwältin

zu Haftstrafe verurteilt

Teheran - Die Menschenrechtsaktivistin und frühere Anwältin der Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi, Nasrin Sotudeh, ist im Iran zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Das berichteten oppositionelle iranische Medien. Ihr sei Propaganda gegen das islamische System vorgeworfen worden. Die 47-Jährige dürfe zudem 20 Jahren lang nicht mehr als Anwältin arbeiten, und sie dürfe das Land nicht verlassen. dpa

SUDAN

Zusammenstöße in Grenzregion

zwischen Nord und Süd

Khartum - Auch am zweiten Tag des Referendums im Südsudan sind tausende Menschen zur Abstimmung über die Unabhängigkeit geströmt. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen in der vom Norden wie dem Süden beanspruchten Ölregion Abyei, wo nicht abgestimmt wird, sind seit Freitag mindestens 36 Menschen getötet worden. Die Menschen in Abyei hätten in einem eigenen Referendum entscheiden sollen, zu welchem Land sie gehören wollen. Es wurde jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Am ersten Tag gaben 20 Prozent der Südsudanesen ihre Stimmen ab. Tsp/rtr

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