NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Schlag gegen sächsische Naziszene

Dresden - Wenige Wochen vor Europas größtem Naziaufmarsch am 19. Februar in Dresden gerät die Neonaziszene in Sachsen unter Druck. Wie erst jetzt bekannt wurde, stürmten am Mittwoch 70 Polizisten landesweit neun Wohnungen und Büros von Rechtsextremisten in fünf Städten. Darunter auch den NPD-eigenen Deutsche-Stimme-Verlag in Riesa. Grund für die Razzia sind mehrere Beschlüsse wegen des Verdachts der Volksverhetzung. Unter anderem geht es um die Verbreitung volksverhetzender Lieder und den Verkauf entsprechender Tonträger. Die Ermittler stellten kistenweise Rechtsrock-CDs sowie Computer und Speichermedien sicher. jra

Treffen von Juden und Muslimen

Berlin - Die Spitzenverbände der Juden und Muslime in Deutschland wollen enger zusammenarbeiten. Zu einem ersten Gespräch treffen sich an diesem Sonntag in Frankfurt am Main die Präsidenten der Zentralräte der Juden und der Muslime, Dieter Graumann und Aiman Mazyek, sowie der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde, Kenan Kolat. Damit solle „ein Zeichen der Verständigung und des Dialoges“ gesetzt werden, erklärte Graumann am Freitag. „Wir kündigen den Dialog mit den Muslimen im Land nicht nur an, wir beginnen ihn sofort“, sagte Graumann, der Ende November zum neuen Zentralratspräsidenten gewählt worden war. Juden und Muslime verbinde viel mehr, als sie trenne. „Wo es Probleme und Defizite im Umgang zwischen unseren Gemeinschaften gibt, werden wir diese offen ansprechen“, sagte Graumann. dpa

GroKo, Jamaika oder Minderheitsregierung? Erfahren Sie, wie es weitergeht - jetzt gratis Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben