NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SÜDSUDAN

Regierungsmitglied ermordet

Juba - Wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Referendums über die Unabhängigkeit des Südsudans ist ein Minister des zukünftigen Staates erschossen worden. Der Täter sei Fahrer in dem Ministerium gewesen und habe auch einen Wachmann getötet, sagte ein Armeesprecher am Mittwoch. Danach habe sich der Täter das Leben genommen. Der Südsudan soll am 9. Juli zu einem unabhängigen Staat erklärt werden. rtr

PAKISTAN

Jeder dritte Minister muss gehen

Neu-Delhi/Islamabad - Der pakistanische Regierungschef Yousuf Raza Gilani will mindestens 20 von 60 Ministerposten streichen, um seinen Sparwillen zu demonstrieren. Dazu löste er am Mittwoch das Kabinett auf. Die von der Bhutto-Partei PPP geführte Regierung kam damit einer Forderung von Oppositionsführer Nawaz Sharif nach. Die PPP hofft, dass die Opposition im Gegenzug unpopuläre Einschnitte und Steuererhöhungen mitträgt. Der Internationale Währungsfonds hatte seine Hilfsgelder im Sommer gestoppt, weil die Regierung es bisher nicht geschafft hat, Reformen umzusetzen. chm

VEREINTE NATIONEN

Prozess gegen Taylor vertagt

Leidschendam - Der Kriegsverbrecherprozess gegen Liberias Ex-Präsidenten Charles Taylor ist wegen des Boykotts des Angeklagten und seines Verteidigers auf Freitag vertagt worden. Taylor und sein Anwalt Courtenay Griffiths erschienen am Mittwoch nicht im UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag für ihr Schlussplädoyer. AFP

SCHWEDEN

Premier äußert sich zu Assange

Stockholm - Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt hat die heimische Justiz und auch die Frauen in seinem Land gegen Vorwürfe von Wikileaks-Gründer Julian Assange verteidigt. Wie die Zeitung „Expressen“ am Mittwoch berichtete, sagte Reinfeldt: „Ich bedaure, dass die Rechte und die Stellung der Frauen so wenig geachtet werden, wenn es um diese Art von Fragen geht.“ Schwedens Justiz sei unabhängig, politisch nicht gelenkt und prüfe auf gesetzlicher Grundlage einen Vergewaltigungsvorwurf. Die Staatsanwaltschaft verlangt die Auslieferung von Assange aus Großbritannien, nachdem ihm zwei Frauen nach sexuellen Kontakten ungeschützten Verkehr gegen ihren Willen vorgeworfen haben. Assange hält der schwedischen Justiz Rechtsmissbrauch vor. dpa

AFGHANISTAN

740 Kinder wurden 2010 getötet

Kabul  - Der Krieg in Afghanistan hat im vergangenen Jahr im Schnitt zwei Kinder am Tag das Leben gekostet. Fast 740 Kinder seien 2010 in dem Konflikt getötet worden, hieß es in einem am Mittwoch in Kabul veröffentlichten Bericht von Afghanistan Rights Monitor (ARM). Im Jahr 2009 zählte ARM 1050 getötete Kinder. Etwa 64 Prozent der Kinder seien bei Anschlägen und Angriffen der Aufständischen ums Leben gekommen. Die Organisation machte die ausländischen Truppen für 17 Prozent der Todesfälle verantwortlich, die afghanischen Sicherheitskräfte für weitere vier Prozent. dpa

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