NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Mehr als 20 Tote

nach Anschlägen

Kabul - Bei einer Serie von Anschlägen sind in der Stadt Kandahar im Süden Afghanistans mindestens 22 Menschen getötet worden, darunter 15 Polizisten. Wie die Regionalregierung mitteilte, wurden mehr als 70 weitere Menschen verletzt, als Aufständische mehrere Ziele in der Großstadt attackierten. Vier Angreifer wurden angeblich von Sicherheitskräften erschossen, die die Lage erst nach Stunden unter Kontrolle brachten.  Eines der Angriffsziele war das Hauptquartier der Polizei in der Provinzhauptstadt. Kandahar gilt als Hochburg der Aufständischen. Erst im Januar hatte im Süden der Provinz ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag in einer Badeanstalt 17 Menschen mit in den Tod gerissen. dpa

SCHWEIZ

Waffenrecht wird

nicht verschärft

Bern - Das Waffenrecht der Schweiz wird nicht verschärft. Die Volksinitiative „Schutz vor Waffengewalt“ scheiterte am Sonntag; 56,3 Prozent der Wähler lehnten sie ab. Jährlich sterben etwa 300 Menschen in der Schweiz durch Schusswaffen, bei Selbstmorden mit einer Schusswaffe hält die Schweiz den Rekord in Europa. Besonders die deutschsprachigen Kantone, die zwei Drittel des Landes ausmachen, waren gegen eine Verschärfung, Basel und Zürich ausgenommen. Die französischsprachigen Kantone stimmten für eine Verschärfung, Genf mit 61 Prozent.dpa

ZENTRALAFRIKANISCHE REPUBLIK

Verfassungsgericht erklärt

Präsident Bozizé zum Wahlsieger

Bangui - In der Zentralafrikanischen Republik ist Amtsinhaber François Bozizé offiziell zum Sieger der Präsidentschaftswahl vom 23. Januar erklärt worden. Bozizé habe rund 64 Prozent der Stimmen erhalten, teilte das Verfassungsgericht mit. Die von drei Herausforderern eingereichten Widersprüche lehnte das Gericht ab; sie entbehrten einer rechtlichen Grundlage. Das Verfassungsgericht nahm indes leichte Änderungen an dem Ergebnis vor, das die unabhängige Wahlkommission Anfang Februar bekannt gegeben hatte. Bozizé war 2003 durch einen Putsch an die Macht gelangt, bevor er 2005 die Wahlen gewann. AFP

IRAN

Neuer Chef der Atombehörde ernannt

Teheran - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Ferejdun Abbasi-Dawani zum neuen Chef der staatlichen Atomenergiebehörde ernannt. Er wird Nachfolger von Ali-Akbar Salehi, der zum Außenminister berufen worden war.   Abbasi (52) ist Atomwissenschaftler und Universitätsdozent. Im November war er knapp einem Mordanschlag entgangen und gilt seitdem als nationaler Held. Der neue Chef ist für die technische Seite des umstrittenen Atomprogramms verantwortlich und wird nicht an den internationalen Atomgesprächen teilnehmen.  Der Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung von Kernenergie an Atomwaffen zu arbeiten. dpa

INDIEN

Außenminister liest Rede

seines portugiesischen Kollegen

Neu Delhi - Der indische Außenminister S.M. Krishna hat im UN-Sicherheitsrat in New York versehentlich die Rede seines portugiesischen Kollegen Luis Amado verlesen. Amado hatte vor ihm gesprochen. Wie die „Sunday Times“ am Sonntag berichtete, sei der Minister erst nach mehreren Minuten vom indischen UN-Botschafter unterbrochen worden.  So zeigte er sich dem Bericht zufolge erfreut darüber, dass seit Jahresbeginn zwei portugiesischsprachige Nationen – Portugal und Brasilien – im Sicherheitsrat vertreten sind.    Der Minister von der regierenden Kongresspartei sagte zur Erklärung, vor ihm hätten so viele Papiere gelegen, dass er „aus Versehen“ die falsche Rede genommen habe. dpa

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