NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ITALIEN

Flüchtlinge drohen mit Hungerstreik

Rom - Auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa wollen hunderte tunesische Flüchtlinge mit einem Hungerstreik auf ihre Lage aufmerksam machen. Unter den immer noch rund 1800 Immigranten geht die Angst vor Abschiebung um. Vor dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali Mitte Januar hatte Italien Wirtschaftsflüchtlinge auf Grundlage eines bilateralen Abkommens postwendend zurückgeschickt. dpa

KIRGISTAN

Ein Berg namens Putin

Bischkek/Moskau - Zu Ehren des russischen Regierungschefs Wladimir Putin gibt die zentralasiatische Republik Kirgistan einem 4446 Meter hohen Berg den Namen des Ex-Präsidenten. Das Parlament der früheren Sowjetrepublik stimmte der Taufe des bislang namenlosen Berges zu, der etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Bischkek entfernt im Alatoo-Massiv liegt. dpa

BELGIEN

249 Tage ohne Regierung

Brüssel - Zu einer „Fritten-Revolution“ haben belgische Studenten geblasen, um einen Weltrekord zu begehen: Belgien wartet 249 Tage nach den Parlamentswahlen weiter auf einen Durchbruch bei der Regierungsbildung. Damit hat das Königreich den bisher vom Irak gehaltenen Rekord übertroffen. Der Chef der wichtigsten flämischen Partei NVA Bart De Wever sagte: „Wenn wir seit 249 Tagen keinen Erfolg haben, dann weil wir in zwei verschiedenen Ländern leben.“ Der US-Rechtsprofessor Robert Mnookin empfahl den Belgiern in „L’Echo“ einen Vermittler wie den finnischen Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari. AFP

IRAK

Bagdad verlangt Entschädigung

Bagdad - Die irakische Hauptstadt Bagdad verlangt von den US-Streitkräften eine Milliarde Dollar Schadenersatz. Die USA sollen aber nicht für die Folgen der Bombenangriffe während des Krieges von 2003 aufkommen, sondern für die anschließende Verschandelung des Stadtbildes. Die Kritik richtet sich gegen überall in der Stadt errichtete Betonmauern, die Schutz vor Bombenanschlägen bieten, vor allem aber Staus auslösen. rtr

IRAN

Streit um Todesstrafe

Teheran - Die iranische Justiz hat Forderungen nach Festnahme und sofortiger Hinrichtung von Oppositionsführern zurückgewiesen. „Die Justiz wird diesen Fall sicherlich verfolgen, aber bitte lasst uns dies im Rahmen der Gesetze tun“, sagte Ajatollah Sadek Amoli-Laridschani, Leiter der Justizbehörde. dpa

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