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Französische Außenministerin will laut Regierungskreisen zurücktreten

Paris -Die französische Außenministerin Michèle Alliot-Marie wird nach Angaben aus Regierungskreisen am Sonntagmorgen ihren Rücktritt erklären. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Samstag in Paris erfuhr, wollte Alliot-Marie nach ihrer Rückkehr von einem Besuch in Kuwait zurücktreten. Die Außenministerin war wegen ihrer Kontakte zum Umfeld des gestürzten tunesischen Präsidenten Ben Ali zuletzt massiv unter Druck geraten. Zwei Kabinettskollegen hatten am Freitag gesagt, Alliot-Marie sei für die Regierung von Präsident Nicolas Sarkozy „untragbar“ geworden. Demnach soll Verteidigungsminister Alain Juppé das Außenressort künftig leiten.AFP

Merkel sieht neue Aufgaben

für Entwicklungszusammenarbeit

Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht angesichts der politischen Umbrüche in Nordafrika die Entwicklungszusammenarbeit vor neuen Herausforderungen. Dazu gehöre die Etablierung effizienter wirtschaftlicher Strukturen, sagte Merkel in ihrer am Samstag im Internet verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Die Entwicklungszusammenarbeit sei im „ureigensten Interesse“ Deutschlands. „Denn auch wir wollen, dass wir in einer Welt leben, in der es mehr und mehr demokratische und stabile Strukturen gibt, in denen Menschen keine Not verspüren, zum Beispiel aus ihren eigenen Ländern zu flüchten und bei uns Asylanträge zu stellen“, sagte Merkel. Die Mehrzahl der Deutschen sieht dies offenbar anders. Im jüngsten ZDF- Politbarometer sprachen sich 75 Prozent der Befragten gegen ein intensives finanzielles Engagement Deutschlands in Nordafrika aus. epd/Tsp

Trittin für zeitweilige Aufnahme

von Flüchtlingen aus Nordafrika

Saarbrücken - Angesichts der dramatischen Situation in Libyen hat sich Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin für eine zeitweilige Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. „Im Rahmen einer vernünftigen Lastenteilung zwischen den EU-Staaten wäre Deutschland sicher nicht überfordert, wenn es 500 oder 1000 Flüchtlinge vorübergehend aufnimmt“, sagte Trittin der „Saarbrücker Zeitung“. „Was gegenwärtig in Libyen passiert, hat zweifellos die Grenze zum Völkermord erreicht.“ epd

Armee entschuldigt sich

für Zusammenstöße in Kairo

Kairo - Die ägyptische Armee hat sich für eine vermutlich unbeabsichtigte Auseinandersetzung mit Demonstranten in Kairo öffentlich entschuldigt. Die Armeeführung veröffentlichte am Samstag eine Entschuldigung und versprach, dies werde sich nicht wiederholen. Auf dem Tahrir-Platz in Kairo war es am frühen Samstag zu Zusammenstößen zwischen Soldaten und Demonstranten gekommen. Die Demonstranten hatten ein Gerichtsverfahren gegen Ex-Präsident Husni Mubarak gefordert. Außerdem verlangten sie den Rücktritt der Übergangsregierung . dpa

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