NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Zwei Demonstranten im Oman

von der Polizei getötet

Maskat - Im Oman sind am Sonntag in der Stadt Sohar zwei Demonstranten von der Polizei getötet worden. In der Küstenstadt rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Maskat seien zudem rund fünf Menschen von Gummigeschossen verletzt worden, als Demonstranten eine Polizeiwache zu stürmen versuchten, hieß es aus Sicherheitskreisen. Auch mehrere Autos seien in Brand gesetzt worden. Wie Augenzeugen berichteten, demonstrierten rund 250 Arbeitslose für Jobs, bevor sie die Polizeiwache angriffen. Erst am Samstag hatte Staatschef Sultan Kabus bin Said nach Angaben der Nachrichtenagentur ONA angekündigt, dass die Stipendien für Studenten angehoben würden. Zudem erklärte der Monarch, er habe die Gründung einer Vereinigung zur Verteidigung der Konsumenteninteressen angeordnet und plane die Schaffung von Kooperativen, die billige Nahrungsmittel anbieten sollten. AFP

Stammesführer im Jemen

ruft zum Sturz des Präsidenten auf

Sanaa - Jemens Präsident Ali Abdullah Salih muss nach Demonstrationen Jugendlicher nun auch mit dem Widerstand der Stämme des südarabischen Landes rechnen. Die Nachrichten-Website „News Yemen“ meldete am Sonntag, der einflussreiche Scheich Hussein al Ahmar habe bei einem Treffen mit Stammesführern in der Provinz Amran zum Sturz des Präsidenten aufgerufen. Gleichzeitig bat er die Kommandeure der Armee, sich nicht gegen Demonstranten zu stellen, die einen Wandel wollten. Hussein al Ahmar ist der Vorsitzende eines Zusammenschlusses von Stammesführern. dpa

Regimekritiker in Teheran

werden offenbar festgehalten

Teheran - Die prominenten iranischen Regierungskritiker Mir Hossein Mussawi und Mehdi Karrubi sind einem Bericht zufolge aus ihren Häusern weggebracht worden, wo sie seit zwei Wochen faktisch unter Hausarrest standen. Die beiden Oppositionellen seien mit ihren Ehefrauen in ein Haus nahe der Hauptstadt Teheran gebracht worden, berichtete die Menschenrechtsgruppe International Campaign for Human Rights in Iran am Sonntag unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Person. Sie seien jedoch nicht misshandelt worden und bei ihrer neuen Bleibe handele es sich nicht um ein Gefängnis, hieß es in dem Bericht weiter. Von offizieller Seite gab es keine Angaben zu ihrem Aufenthaltsort. Die beiden Männer führten im Juni 2009 die Proteste gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad an. rtr

Saudi-Arabiens König kündigt weitere Sozialprogramme an

Riad/Dubai - Saudi-Arabien hat weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Lage der Bevölkerung angekündigt, um soziale Spannungen abzubauen. König Abdullah habe angeordnet, alle befristeten Stellen im Staatsdienst in Festanstellungen umzuwandeln, meldete die amtliche Nachrichtenagentur SPA am Sonntag. Wie viele Menschen davon profitieren, blieb zunächst unklar. Abdullah war am Mittwoch nach dreimonatiger medizinischer Behandlung aus dem Ausland zurückgekehrt und hatte umgehend Sozialprogramme in Höhe von 36 Milliarden Dollar angekündigt. Unter anderem sollen Kredite für Häuser erleichtert werden. Der knappe Wohnraum ist ein dringendes Problem angesichts der wachsenden Bevölkerung von gegenwärtig 18 Millionen. Die Maßnahmen sollen den Opec- Staat offenbar weniger anfällig für die Massenunruhen machen, die seit Wochen den arabischen Raum erschüttern. rtr

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