NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Exportbürgschaften

auf dem Prüfstand

Berlin - Nach der Reaktorkatastrophe in Japan stellt die Bundesregierung auch die staatlichen Exportgarantien für Atomtechnologie auf den Prüfstand. Man sei „sich der besonderen Sensibilität von Nuklearprojekten bewusst“, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin am Donnerstag mit. Die Grünen-Bundestagsfraktion fordert ein Ende der Exportgarantien für Atomtechnologie aus Deutschland. „Hermesbürgschaften für den Bau von Atomkraftwerken in anderen Ländern müssen sofort eingestellt werden“, sagte die entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Ute Koczy, am Donnerstag in Berlin. Der atomare Ausstieg müsse international sein.mis/epd

KANADA

Leck in Atomkraftwerk

an Grenze zu den USA

Toronto - Auch an der kanadisch-amerikanischen Grenze gibt es Sorge über eine radioaktive Verseuchung. Ein Kernkraftwerk bei Toronto hat offiziellen Angaben nach 73 000 Liter belastetes Wasser in den Ontario-See fließen lassen. Der Vorgang wurde am Mittwochabend (Ortszeit) von der kanadischen Behörde für Atomare Sicherheit bestätigt. Zuvor hatte der Betreiber, Ontario Power Generation, die Bevölkerung bereits mit einer Erklärung zu beruhigen versucht. Demnach war am Tag zuvor „unbeabsichtigt“ kontaminiertes Wasser in den See gepumpt worden. Es habe Spuren radioaktiven Tritiums enthalten, allerdings weit unter einer besorgniserregenden Grenze, teilte der Betreiber mit. dpa

USA

US-Reaktoren: Obama ordnet

Sicherheitsüberprüfung an

Washington - US-Präsident Barack Obama hat angesichts der Nuklearkatastrophe in Japan eine „umfassende“ Sicherheitsüberprüfung für die amerikanischen Reaktoren angeordnet. Die US-Atomkraftwerke seien in der Vergangenheit „intensiv geprüft“ und für sicher befunden worden, für alle möglichen „extremen“ Fälle, sagte Obama am Donnerstag im Rosengarten des Weißen Hauses. „Aber wenn wir eine Krise wie die in Japan sehen, haben wir eine Verpflichtung, aus diesem Ereignis zu lernen.“ Obama sagte, er sei „tief besorgt“. Es liege in der Verantwortung der US-Regierung, „umsichtige“ Vorkehrungen zum Schutz von US-Bürgern vor Ort zu treffen. dpaWEIßES HAUS]

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