NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Deutscher Soldat

schwer verletzt

Berlin/Kundus  - Bei der Räumung von Sprengfallen in der nordafghanischen Provinz Kundus ist am Freitag ein deutscher Soldat schwer verwundet worden. Drei weitere Soldaten der Internationalen Schutztruppe Isaf und ein afghanischer Übersetzer seien bei der Detonation rund neun Kilometer nordwestlich des deutschen Feldlagers ebenfalls verletzt worden, teilte die Bundeswehr mit. Die Verletzung des Deutschen wurde als ernst beschrieben. dpa

HAITI

Ex-Staatschef Aristide kehrt zurück –

zwei Tage vor den Wahlen

Port-au-Prince - Nach der Rückkehr des früheren haitianischen Präsidenten Jean-Bertrand Aristide in sein Heimatland ist die Polizei am Freitag mit Tränengas gegen seine Anhänger vorgegangen. Die Polizei setzteTränengas ein, um dem gepanzerten Fahrzeug Aristides in den Menschenmassen den Weg zu seinem Haus freizumachen. Aristide war nach sieben Jahren im südafrikanischen Exil nach Haiti zurückgekehrt. Der 57-Jährige, der unter den Ärmsten im Land noch immer sehr beliebt ist, war im Jahr 2004 aus dem Amt gejagt worden. Die USA und Frankreich hatten ihn aufgefordert, nicht vor der Wahl nach Haiti zurückzukehren, um das Land nicht weiter zu destabilisieren. AFP

ELFENBEINKÜSTE

UN: Schlimmste Gewalt

seit Krisenbeginn

Genf - Die Gewalt in der Elfenbeinküste hat nach UN-Angaben die schlimmsten Ausmaße seit Beginn der Krise Ende November 2010 erreicht. Truppen des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo hätten bei einem Angriff auf einen Markt in Abidjan mindestens 25 Menschen getötet, teilten die Vereinten Nationen am Freitag in Genf mit. Dutzende Menschen seien dabei verletzt worden. Seit Beginn dieser Woche gab es nach UN-Angaben bereits mehrere Angriffe auf zivile Ziele in der Metropole Abidjan. Bislang starben mehr als 400 Menschen durch die Gewalt, die nach den Wahlen Ende November ausbrach. Grund für die Krise ist die Weigerung des abgewählten Präsidenten Gbagbo, die Macht an den international anerkannten Wahlsieger Alassane Ouattara abzugeben. epd

SAUDI-ARABIEN

König Abdullah verspricht

seinem Volk Milliardengeschenke

Riad - Der saudische König Abdullah hat seinem Volk milliardenschwere Geldgeschenke versprochen. Damit will der weltgrößte Ölexporteur ein Übergreifen regierungskritischer Proteste aus Nachbarländern verhindern. Die zugesagten Maßnahmen reichen von monatlichen Zahlungen für Arbeitslose über höhere Ausgaben im Gesundheitssystem bis zum Bau von 500 000 neuen Wohneinheiten. Zudem ordnete der König die Schaffung von 60 000 Stellen in dem für die Sicherheit im Land zuständigen Innenministerium an. Um soziale Spannungen abzuwenden, hatte der König erst im Februar ein Ausgabenpaket über 37 Milliarden Dollar angekündigt. rtr

SYRIEN

Vier Tote nach Protesten

– Regierungskräfte schießen

Damaskus - Bei einer Demonstration im Süden Syriens sind am Freitag nach Oppositionsangaben vier Menschen erschossen worden, Hunderte wurden verletzt. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete dagegen, eine „Versammlung von Bürgern“ bei einer Moschee in Deraa sei von einigen Unruhestiftern umfunktioniert worden; die Uniformierten hätten eingreifen müssen. AFP

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