NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NAHOST

Palästinensergruppen sprechen sich für Waffenruhe mit Israel aus

Gaza/Ramallah - Die wichtigsten Palästinensergruppen haben sich am Samstag im Gazastreifen für eine neue Waffenruhe mit Israel ausgesprochen. Sie machten aber zur Bedingung, dass auch Israel seinen Willen zum Frieden bekunden müsse, sagte Ismael Radwan von der im Gazastreifen herrschenden Hamas. Während ein Besuch von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas im Gazastreifen vorbereitet wurde, wurde bei dem von der radikalislamischen Hamas einberufenen Treffen über die jüngste Eskalation an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen diskutiert. Der Nahost-Konflikt hatte sich durch Raketen- und Granatenangriffe aus dem Gazastreifen, einen Bombenanschlag in Israel und Vergeltungsangriffe der israelischen Luftwaffe wieder zugespitzt. Israel hatte daraufhin mit heftigen Militärschlägen gedroht. AFP

PORTUGAL

Alle Parteien wollen

mit schneller Neuwahl aus der Krise

Lissabon - Nach dem Rücktritt von Portugals Regierungschef José Sócrates haben sich alle Parteien im Parlament für schnelle Neuwahlen ausgesprochen. Das ergaben die Sondierungsgespräche von Präsident Anibal Cavaco Silva in Lissabon. Vor der Ausrufung von Neuwahlen muss Cavaco Silva gemäß Verfassung das Parlament auflösen. Sócrates war am Mittwoch als Ministerpräsident des ärmsten Landes Westeuropas zurückgetreten, nachdem seine Minderheitsregierung im Parlament keine Mehrheit für das jüngste Sparpaket – das bereits vierte Sanierungsprogramm innerhalb der vergangenen elf Monate – gefunden hatte, mit dem unter anderem die niedrigsten Mindestrenten eingefroren werden sollten. dpa

SPANIEN

Abtreibungsgegner protestieren

in mehreren Städten

Madrid - Viele tausend Menschen haben am Samstag in mehreren Städten Spaniens für ein Abtreibungsverbot demonstriert. Die zentrale Kundgebung fand unter dem Motto „Ja zum Leben“ in Madrid statt. Dort gingen nach Angaben der Veranstalter 160 000 Menschen auf die Straße. Die Polizei nannte keine Zahlen. Die Teilnehmer forderten die sozialistische Regierung auf, die vor einem Jahr vom Parlament verabschiedete Reform des Abtreibungsrechts rückgängig zu machen. Die Demonstranten wandten sich auch gegen Sterbehilfe und Embryonenforschung. Zu dem Protest hatten rund 300 konservative und kirchliche Organisationen aufgerufen. Die 2010 verabschiedete Reform hat die bis dahin geltende Indikationslösung durch eine Fristenregelung ersetzt. dpa

USA

Jimmy Carter in „privater Mission“

nach Kuba

Washington - Der frühere US-Präsident Jimmy Carter reist an diesem Montag nach Kuba, um die Beziehungen zwischen beiden Staaten möglichst zu verbessern. Wie am Freitag das Carter-Zentrum in Atlanta mitteilte, will der 83-Jährige bei der „privaten Mission“ unter anderem mit dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro zusammentreffen. Carter wird auf der zweitägigen privaten Reise auf Einladung der kubanischen Regierung von seiner Frau Rosalynn begleitet. Er wolle sich auch über die neue Wirtschaftspolitik in dem kommunistisch regierten Land informieren, hieß es. Carter war von 1977 bis 1981 Präsident der USA. dpa

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