NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Desertierter US-Soldat

erhält kein Asyl

Nürnberg - Das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration hat am Montag den Asylantrag eines desertierten US-Soldaten abgelehnt. Der Mann hatte sich nach Auskunft der Behörde im April 2007 einem Einsatz im Irak entzogen, sich bis August 2008 in Deutschland versteckt und dann Asyl beantragt. Der Soldat habe geltend gemacht, er halte den Irakeinsatz der Koalitionsstreitkräfte für völkerrechtswidrig und wolle nicht in Kriegsverbrechen verwickelt werden. Das Amt folgte dieser Auffassung nicht. Das Bundesamt sah keine Anhaltspunkte dafür, dass der Soldat in Kriegsverbrechen oder andere Straftaten hätte verwickelt werden können. KNA

BIRMA

Juntachef gibt offiziell

die Macht ab

Rangun - In Birma hat Juntachef Than Shwe, der das Land fast 20 Jahre lang mit eiserner Hand regiert hat, offiziell die Macht abgegeben. Der General und Armeechef habe sich „in die Rente verabschiedet“, sagten am Montag mehrere Regierungsvertreter. Allerdings könnte der 78-Jährige hinter den Kulissen weiter die Zügel in der Hand behalten. Einer der Regierungsvertreter sagte, dass Than Shwe „weiter die neue Regierung beraten wird, wenn sie es wünscht“. In der vergangenen Woche hatte sich die seit Jahrzehnten herrschende Militärjunta in Birma offiziell aufgelöst, nachdem der bisherige Regierungschef Thein Sein zum neuen Präsidenten des Landes vereidigt worden war. AFP

PAKISTAN

Jugendlicher Selbstmordattentäter

tötet acht Menschen

Khar - Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag auf den Anführer einer Stammesmiliz am Montag im Nordwesten Pakistans zehn Menschen in den Tod gerissen. Der etwa 15-jährige Attentäter sprengte sich in einem Autohaus nahe eines Busbahnhofs in der Kleinstadt Jandol in die Luft. Ziel des Anschlags war offenbar Mohammad Akbar, der Anführer einer örtlichen Stammesmiliz, die von der Regierung zum Kampf gegen die Taliban aufgestellt worden ist. Der 55-Jährige befand sich nach Angaben der Polizei in dem von Familienangehörigen geführten Autohaus zum Teetrinken, als der jugendliche Attentäter seinen Sprengstoffgürtel zur Explosion brachte. AFP

ISRAEL

Geheime Eichmann-Dokumente

veröffentlicht

Jerusalem - 50 Jahre nach Beginn des Prozesses gegen den NS-Verbrecher Adolf Eichmann hat Israel zahlreiche geheime Dokumente zu seiner Entführung und dem Strafverfahren veröffentlicht. Das israelische Staatsarchiv stellte Dutzende Dokumente ins Netz. Darunter sind Protokolle von Gesprächen Eichmanns mit seinem deutschen Anwalt Robert Servatius, allerdings in hebräischer Sprache. Israelische Agenten hatten Eichmann, den ehemaligen Leiter des Judenreferats im Reichssicherheitshauptamt, 1960 in Buenos Aires in ihre Gewalt gebracht, am 11. April 1961 begann in Jerusalem der spektakuläre Strafprozess gegen ihn. Ein Jahr später wurde er gehängt. dpa

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