NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Rösler verspricht Demenzkranken mehr Wahlfreiheit bei der Betreuung

Berlin - Gesundheitsminister Phillip Rösler (FDP) will die Betreuung demenzkranker Menschen verbessern. Betroffene sollten künftig bei ambulanten Pflegediensten auch frei gestaltbare Zeitkontingente buchen können, sagte Rösler nach der letzten Runde seines „Pflegedialogs“ mit Verbandsvertretern in seinem Ministerium. Bisher war es nur möglich, Leistungen für sogenannte Verrichtungstätigkeiten, etwa Körperpflege oder Einkaufen, zu beantragen. Zudem sollten die Möglichkeiten ausgebaut werden, Demenzkranke in Wohngemeinschaften statt in Heimen unterzubringen. raw

Ramsauer will Entschädigung für

Baustopp des Hochmoselübergangs

Berlin - Der Bund fordert vom Land Rheinland-Pfalz eine Erstattung möglicher Mehrkosten durch den Baustopp für die Hochmoselbrücke. Falls Schadensersatzforderungen geltend gemacht würden, müsste diese das Land übernehmen, sagte Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) bei einer Wirtschaftsveranstaltung in Berlin. Für die Dauer der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und Grüne wurde ein Baustopp für das Verkehrsprojekt bei Bernkastel-Kues verhängt. Auch Aufträge werden nicht weiter vergeben. dapd

Versicherung zahlt Lösegeld

für Piraten auf Bremer Frachter

Bremen - Die somalischen Piraten, die 81 Tage lang den Bremer Frachter „Beluga Nomination“ in ihrer Gewalt hatten, sollen angeblich fünf Millionen US-Dollar (rund 3,5 Millionen Euro) Lösegeld erhalten haben. Zu diesem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wollten am Donnerstag weder die Beluga-Reederei noch ihr vorläufiger Insolvenzverwalter Edgar Grönda Stellung nehmen. Das Lösegeld sei ohnehin nicht Sache des Insolvenzverwalters, sagte dessen Sprecher dem Tagesspiegel, denn die Zahlung werde wohl komplett von der Versicherung abgedeckt. Die Beluga-Reedereigruppe ist zuletzt durch die Insolvenz von fast 20 Tochterfirmen und durch Betrugsvorwürfe gegen den Gründer Niels Stolberg in die Schlagzeilen geraten. stg

MALAYSIA

Zahl der Schiffskaperungen

weltweit auf Rekordhoch

Kuala Lumpur - Die Zahl der Piratenüberfälle auf hoher See hat in den ersten drei Monaten des Jahres den höchsten jemals registrierten Stand erreicht. Wie das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) am Donnerstag in einem Bericht mitteilte, gab es weltweit 142 Piratenangriffe. Allein vor der somalischen Küste wurden 97 Überfälle verzeichnet, verglichen mit 35 im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Weltweit kaperten Seeräuber 18 Schiffe und nahmen 344 Besatzungsmitglieder als Geiseln, ebenfalls mehrheitlich vor der somalischen Küste. Mit Datum vom 31. März hatten Piraten laut IMB noch 596 Besatzungsmitglieder auf 28 Schiffen in ihrer Gewalt. Das Piraterie-Berichtszentrum des IMB mit Sitz in Malaysia verzeichnet die Vorfälle seit 1991. AFP

RUSSLAND/ELFENBEINKÜSTE

Moskau wirft Vereinten Nationen

einseitige Parteinahme vor

Moskau - Russland hat den Vereinten Nationen vorgeworfen, im Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste unerlaubt Partei ergriffen zu haben. Dies sei eine „sehr gefährliche Tendenz“, sagte Präsident Dmitri Medwedew am Donnerstag nach einem Gipfel der größten Schwellenländer in China. Die Resolution zur Elfenbeinküste erlaube zwar den Einsatz von UN-Truppen, „aber nicht, um eine Seite in dem Konflikt zu unterstützen“, sagte er. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben