NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

FRANKREICH/ITALIEN

EU: Paris darf Flüchtlinge stoppen

Brüssel - Im italienisch-französischen Grenzstreit über tunesische Flüchtlinge hat die EU-Kommission Frankreich in Schutz genommen. Frankreich habe mit dem Stopp von Zügen mit Flüchtlingen nicht unbedingt gegen EU-Recht verstoßen. „Die Mitgliedsstaaten können in außergewöhnlichen Situationen solche Grenzkontrollen machen“, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag in Brüssel. Dies sei nach dem Schengener Abkommen zum Beispiel vorgesehen, wenn die öffentliche Sicherheit gefährdet sei. „Wann diese Gefahr eintritt, darüber entscheidet allein der Mitgliedsstaat.“ Frankreich hatte am Wochenende Züge aus Italien mit tunesischen Migranten nicht über die Grenze zwischen dem italienischen Ventimiglia und der Côte d’Azur passieren lassen. Italien stellt geflüchteten Tunesiern, die nach Frankreich wollen, vorläufige Papiere aus, damit sie weiterreisen können. dpa

AFGHANISTAN

Attentäter tötet zwei Soldaten

Kabul - Bei einem Anschlag im schwer bewachten Verteidigungsministerium in Kabul sind am Montag zwei Soldaten getötet worden. Nach Angaben eines afghanischen Armeesprechers verletzte der uniformierte Angreifer sieben weitere Menschen, bevor er selbst erschossen wurde. Taliban-Sprecher Sabibullah Mudschahid sagte der AFP, Frankreichs Verteidigungsminister Gérard Longuet sei das Ziel des Angriffs gewesen. Das Verteidigungsministerium in Paris widersprach der Darstellung. Zum Zeitpunkt des Anschlags habe sich Longuet auf dem gut 40 Kilometer von Kabul entfernten Luftwaffenstützpunkt Bagram aufgehalten, Gespräche in Kabul seien nicht geplant gewesen. AFP

NIGERIA

20 Tote bei Unruhen nach der Wahl

Abuja/Kano - In mehreren Städten im überwiegend muslimischen Norden Nigerias sind am Montag Unruhen ausgebrochen, nachdem der als sicher geltende Wahlsieg von Amtsinhaber Goodluck Jonathan von der „Demokratischen Volkspartei“ bei der Präsidentenwahl bekannt wurde. Ersten Medienberichten zufolge starben dabei mehr als 20 Menschen. Von den Unruhen besonders betroffen sind die Bundesstaaten Kano, Kaduna, Yobe und Borno. An verschiedenen Orten setzten die Demonstranten Häuser sowie mehrere Kirchen in Brand. dpa/KNA

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