NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ÄGYPTEN

Kommission gibt Mubarak Mitschuld an tödlicher Gewalt

Kairo - Eine Untersuchungskommission hat dem gestürzten ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak eine Mitschuld am Tod von 846 Zivilisten während der Proteste im Januar und Februar gegeben. Der Generalsekretär der Kommission, Richter Omar Marwan, sagte bei der Vorstellung eines Berichts zur Gewalt gegen die Demonstranten, es seien während der 18-tägigen Proteste insgesamt 846 Zivilisten und 26 Polizisten getötet worden. Die Kommission wirft der Polizei exzessiven Einsatz von Gewalt gegen die Demonstranten vor. Demnach schoss sie auch auf Anwohner, die aus Fenstern und von Balkonen die Proteste filmten. Es sei bestätigt, dass es für den Einsatz scharfer Munition einer vorherigen Erlaubnis von Mubarak bedürfe, sagte Marwan. Die Tatsache, dass die Schützen auch nach Tagen nicht zur Rechenschaft gezogen wurden, bestätige die Billigung und Verantwortung des damaligen Präsidenten, sagte Marwan. AFP

JEMEN

Drei Tote bei Protesten

gegen Präsident Salih

Tais - Bei neuen Protesten gegen die Regierung von Präsident Ali Abdullah Salih in Jemen sind am Dienstag mindestens drei Menschen getötet worden. Rund 220 Menschen wurden verletzt. In der Hauptstadt Sanaa feuerten Polizisten nach Angaben von Oppositionellen mit scharfer Munition und Tränengasgranaten auf eine Demonstration. Allein dabei seien zwei Menschen getötet und etwa 200 verletzt worden. Zuvor war es in der Stadt Taiz im Süden des Landes zu Zusammenstößen gekommen. Nach Berichten von Augenzeugen starb dabei ein Mensch, etwa 20 erlitten Verletzungen. Die Proteste gegen Salih und sein Regime dauern bereits seit zwei Monaten an. Bislang wurden mehr als 100 Menschen getötet und tausende weitere verletzt. Mehrere prominente Ex-Mitglieder von Salehs Partei GPC gründeten eine neue Partei mit dem Namen Block für Gerechtigkeit und Entwicklung. rtr/dpa

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