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Bischöfe fordern Umdenken

Rom/Berlin - Die Kirchen in Deutschland haben Ostern zu neuer Hoffnung nach Katastrophen wie in Japan und zu einem solidarischen Lebensstil aufgerufen. Der Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider, sagte in Düsseldorf, Christen verschlössen nicht die Augen vor schrecklichen Realitäten, aber sie ließen sich auch nicht lähmen. Aufgrund der Osterfreude über den Auferstandenen ließen sie sich bewegen zu Anteilnahme, Mitleiden und Hilfe. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, mahnte eine neue Solidarität in Kirche und Politik an. „Frontstellungen“ müssten aufgegeben werden, sagte der Freiburger Erzbischof am Ostersonntag im Freiburger Münster: „Visionen werden selten umgesetzt, wenn sich Milieus, Parteien und Glaubensgemeinschaften in sich verkapseln.“ dpa/epd

Niebel verteidigt Koch-Mehrin

Berlin - Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) hat die FDP-Europapolitikerin Silvana Koch-Mehrin in der Plagiatsaffäre um ihre Doktorarbeit in Schutz genommen. „Ich halte es für vernünftig, dass Silvana Koch-Mehrin schweigt“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“. „Die Vorwürfe kommen anonym aus dem Internet, und es fällt schwer, ihre Stichhaltigkeit zu beurteilen. Daher sollten wir abwarten, zu welchem Ergebnis die Universität Heidelberg bei ihrer Prüfung gelangt.“ Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hatte mitgeteilt, dass sie nicht wegen der Vorwürfe ermitteln wird. Die Dissertation sei vor mehr als fünf Jahren eingereicht und veröffentlicht worden, ein möglicher Verstoß gegen das Urheberrecht sei verjährt. „Nach dem Ergebnis der Überprüfung kann es dahingestellt bleiben, ob die im Internet erhobenen Plagiatsvorwürfe zutreffen und ob diese gegebenenfalls strafrechtlich relevant wären“, hieß es. Tsp

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