NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

JAPAN

Neuer Meiler in Gefahr

Tokio - Nach der Havarie des Kernkraftwerks Fukushima Eins an der Ostküste ist jetzt ein weit entfernter Atommeiler an der Westküste in Schwierigkeiten. Die Behörden der Präfektur Fukui vermuten einen radioaktiven Störfall im Atomkraftwerk Tsuruga Zwei an der Westküste des Landes. Es soll nun heruntergefahren werden. Im Inneren war erhöhte Radioaktivität gemessen worden, die jedoch nicht in die Umwelt gelangt sei, teilte die Betreibergesellschaft Japan Atomic Power mit. In der Präfektur sind insgesamt 13 Atomkraftwerke in Betrieb. Das japanische Parlament verabschiedete am Montag einen Notetat von umgerechnet rund 34 Milliarden Euro zum Wiederaufbau des Landes. dpa/rtr

ISRAEL

Eichmanns Richter Landau tot

Jerusalem - Mosche Landau, vor 50 Jahren Vorsitzender Richter im Prozess gegen den NS-Kriegsverbrecher Adolf Eichmann, ist tot. Der frühere Präsident des Obersten Gerichts starb am Sonntag in Jerusalem an Herzversagen. Erst am Freitag hatte Landau seinen 99. Geburtstag gefeiert. Landau wurde 1912 in Danzig geboren und kam 1933 nach Israel. Von 1953 bis 1982 war er am Obersten Gerichtshof Israels in Jerusalem tätig. Der Jurist hatte den Vorsitz einer der wichtigsten Gerichtsverfahren in der Geschichte Israels. Nach 275 Stunden Verhör verkündete Landau am 11. Dezember 1961 das Urteil gegen Adolf Eichmann: Tod durch den Strang – das einzige Todesurteil, das je in Israel vollstreckt wurde. KNA

IRAN

Neue Gespräche zu Atomprogramm?

Teheran - Der Iran will die Gespräche über sein Atomprogramm wieder aufnehmen. Dies berichtete der staatliche Fernsehsender Press TV auf seiner Internetseite. Demnach sagte Irans Außenminister Ali Akbar Salehi, dass eine entsprechende Anfrage bei der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton eingegangen sei. Die EU leitet die Gespräche auf der Seite der sogenannten 5+1-Gruppe. Dazu gehören die fünf Vetomächte im UN-Sicherheitsrat USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland. Die letzten Gespräche im Januar in Istanbul endeten abrupt, ohne einen Fortschritt gebracht zu haben. Der Westen verdächtigt Iran, heimlich Atomwaffen bauen zu wollen. dpa

ITALIEN

Berlusconi erscheint vor Gericht

Mailand - Der wegen Korruption und Steuerbetrug beschuldigte italienische Regierungschef Silvio Berlusconi ist am Montag zum dritten Mal in einem Monat vor Gericht erschienen. Der 74-jährige Medienmogul und Milliardär kam zu einer weiteren Anhörung in den Mailänder Justizpalast. Im „Mediatrade“-Verfahren geht es um Steuervergehen im Zusammenhang mit dem Ankauf von Filmrechten. Bei einer früheren Anhörung hatte der Chef der italienischen Mitte-Rechts- Regierung die Anschuldigungen gegen ihn als lachhaft abgetan. Im Gegensatz zu den anderen drei Prozessen ist das Mediatrade-Verfahren noch nicht offiziell eröffnet. Auch Berlusconis Sohn Piersilvio ist verwickelt. dpa

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