NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

USA

Nahostgesandter Mitchell

tritt zurück

Washington - Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, George Mitchell, tritt nach zwei Jahren im Amt wie erwartet zurück. US-Präsident Barack Obama hatte Mitchell zu seinem Amtsantritt im Januar 2009 auf den Posten ernannt. Die Wahl des erfahrenen Diplomaten war ein Zeichen für die Bedeutung, die Obama dem Nahostkonflikt beimaß. Mitchells Bemühungen um eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen Israel und Palästinensern scheiterten im vergangenen Herbst jedoch an der Weigerung Israels, ein Moratorium für den Ausbau der Siedlungen im Westjordanland zu verlängern. Nach der Tötung von Al-Qaida- Chef Osama bin Laden hat Obama für kommenden Donnerstag seine lang erwartete Rede zu den Umwälzungen in der arabischen Welt, Nordafrika und dem Nahen Osten angekündigt. dpa/AFP

Jüdische Gemeinde in New York entgeht Anschlag von Islamisten

New York - Die US-Behörden haben nach eigenen Angaben einen blutigen Anschlag auf die jüdische Gemeinde in New York vereitelt. Zwei aus Nordafrika stammende Männer seien festgenommen worden, nachdem sie Schusswaffen und Handgranaten von einem verdeckten Ermittler gekauft hätten, sagte New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg. Die Verdächtigen hätten neben Synagogen auch das Empire State Building als mögliches Anschlagsziel ins Auge gefasst. Die Männer haben nach den Angaben von Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance keine Verbindungen zum Terrornetzwerk Al Qaida, sondern sind offenbar radikalislamische Einzeltäter. AFP

ÄGYPTEN

Haftbefehl für

Mubaraks Ehefrau

Kairo - Gegen die Ehefrau des im Februar gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak hat die Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl verhängt. Die Behörde verdächtigt Suzanne Mubarak der Veruntreuung staatlicher Gelder und der illegalen Bereicherung, berichtete das staatliche Fernsehen. Mubarak muss für vorerst 15 Tage in ein Frauengefängnis. Ihr Mann steht derzeit in einem Krankenhaus in Scharm al Scheich unter Arrest. Gegen ihn ermitteln die Behörden wegen Amtsmissbrauchs und Korruption. dpa

NORDAFRIKA/EU

UN rechnen mit bis zu 1200 Toten

im Mittelmeer seit Konfliktbeginn

Rom - Bei den gefährlichen Fahrten über das Mittelmeer starben oder verschwanden nach einer neuen Einschätzung des UN-Flüchtlingshilfswerks seit Beginn der Aufstände in Nordafrika bislang bis zu 1200 Flüchtlinge. Erst jüngst habe die Organisation die Information erhalten, dass ein Schiff mit mehr als 70 Menschen an Bord Ende März in Seenot geraten, von den Besatzungen kreuzender libyscher Kriegsschiffe aber nicht gerettet worden sei, sagte eine Sprecherin. Ein Überlebender habe berichtet, dass die meisten der Flüchtlinge gestorben seien. Auf Lampedusa kamen unterdessen am Freitag erneut hunderte Flüchtlinge aus Libyen an. AFP

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