NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

Polizeikommandos erschießen mindestens sieben Menschen

Damaskus - In der Region der syrischen Stadt Tall Kalach sind am Wochenende mindestens sieben Menschen von Sicherheitskräften erschossen worden. Die Armee habe am Samstagmorgen die nahe der libanesischen Grenze gelegene Kleinstadt besetzt und gehe massiv gegen mutmaßliche Oppositionelle vor, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP. Hunderte Syrer flüchteten demnach in panischer Angst vor brutalen Vergeltungsaktionen der Geheimdienst- und Polizeikommandos über den Grenzfluss Kabir. Scharfschützen stellten ihnen selbst am vermeintlich sicheren libanesischen Ufer nach. Papst Benedikt XVI. forderte am Sonntag in Rom ein „Ende des Blutvergießens“ in Syrien. dpa/AFP

ÄGYPTEN

78 Verletzte bei neuer Gewalt

gegen Christen in Kairo

Kairo - Anwohner haben eine Dauerdemonstration christlicher Kopten in Kairo angegriffen. Bei anschließenden Straßenschlachten wurden am Sonntag 78 Menschen verletzt, berichteten Medien in Kairo unter Berufung auf Quellen im Gesundheitsministerium. Zwei Personen wurden mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Kopten demonstrieren seit einer Woche mit einer Sitzblockade vor dem Fernsehgebäude am Nilufer. Sie verlangen einen besseren Schutz ihrer Kirchen, nachdem radikale Muslime am vergangenen Wochenende zwei Gotteshäuser im Kairoer Armenviertel Imbaba angegriffen hatten. Dabei waren 15 Menschen getötet und 240 weitere verletzt worden. dpa

SCHWEIZ

Sterbehilfe im Kanton Zürich

bleibt erlaubt

Zürich - Die Möglichkeit zur Sterbehilfe bleibt im größten Schweizer Kanton Zürich erlaubt. Am Sonntag stimmte eine große Mehrheit der Bürger gegen eine Verbotsinitiative. In einer weiteren Volksabstimmung sagten die Zürcher deutlich Nein zu Bestrebungen, die Freitodbegleitung in der gesamten Schweiz zu verbieten. Somit können Sterbehilfeorganisation wie Dignitas weiter in Zürich operieren. Dignitas hat seit Ende der 90er Jahre fast 1200 Menschen in den Tod begleitet, die meisten von ihnen waren unheilbar krank. Unter den Sterbewilligen, die auch als „Sterbetouristen“ bezeichnet werden, befanden sich mehr als 1000 Ausländer. Knapp 600 von ihnen stammten aus Deutschland.jdh

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben