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Bedrohung durch Altersarmut wächst



Berlin - Altersarmut wird in Deutschland zur wachsenden Bedrohung. Einer neuen Studie zufolge ist die Gefahr für die heute unter 50-Jährigen, im Alter zu verarmen, deutlich gestiegen. Grund seien niedrige Löhne und die daraus folgende geringe Rente, sagte der Präsident des Sozialverbandes, Gunnar Winkler, am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung einer Untersuchung zur Altersarmut. Nach der neuen Studie des Sozialwissenschaftlichen Forschungszentrums Berlin-Brandenburg ist die Armutsquote bei den unter 50-jährigen Ostdeutschen im Jahr 2009 auf 20,3 Prozent angewachsen, während sie bei den bereits Rente beziehenden Menschen bei 9,8 Prozent lag. In den alten Bundesländern beträgt ihr Anteil nach der Studie bei den unter 50-Jährigen 11,8 Prozent, bei den 65-Jährigen liegt er bei 12,5 Prozent. epd

FDP uneins über Kinderförderung

Berlin - Die FDP ringt in der von ihr angestoßenen Debatte über die weitere Kinder- und Familienförderung um eine einheitliche Linie. Die familienpolitische Sprecherin der Liberalen im Bundestag, Miriam Gruß, stellte am Dienstag in Berlin klar: „Die FDP hat derzeit keine Pläne zu einer Kindergrundsicherung.“ Sie wies damit einen Vorstoß ihrer Parteikollegin Sibylle Laurischk zurück. Die Vorsitzende des Familienausschusses im Bundestag hatte ein Kinder-Grundeinkommen als Alternative zum Elterngeld ins Gespräch gebracht. „Es würde Elterngeld, Kindergeld, das Ehegatten-Splitting sowie alle weiteren Kinderzuschläge ersetzen“, sagte Laurischk der „Saarbrücker Zeitung“. Das Grundeinkommen solle jedem Kind zustehen. Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) FDP-Überlegungen zur Abschaffung des Elterngeldes eine Absage erteilt. Die familienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Dorothee Bär (CSU), verteidigte das Elterngeld und bekräftigte, an diesem „Erfolgsmodell“ werde nicht gerüttelt. dpa

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