NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

34 Tote bei Demonstrationen

Damaskus/Kairo - Syrische Sicherheitskräfte sind nach Angaben von Menschenrechtlern am Freitag erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen und haben dabei mindestens 34 Menschen getötet. Allein in der Stadt Homs, einer der Hochburgen der Proteste gegen Präsident Baschar el Assad, seien zwölf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, sagten die Aktivisten. 15 weitere Menschen starben nahe der Stadt Idlib im Westen Syriens, wie Aktivisten der Nachrichtenagentur AFP sagten. Darunter sei auch ein 15-jähriger Jugendlicher gewesen. Auch in der Region Daraa sowie nahe der Hauptstadt Damaskus und in der Hafenstadt Latakia starben demnach mehrere Menschen. In der Stadt Hama schossen die Sicherheitskräfte in die Menge, wie Videoaufnahmen zeigten, die von Menschenrechtlern im Internet veröffentlicht wurden. AFP

JORDANIEN

Tausende gehen auf die Straße

Amman - In Jordanien sind am Freitag erstmals seit fast zwei Monaten wieder tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie forderten den Rücktritt des Ministerpräsidenten Maruf Bachit und Maßnahmen gegen die verbreitete Korruption. In der Hauptstadt Amman demonstrierten auch Hunderte für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zum Israel. Die Proteste im Königreich waren Ende März abgeflaut, nachdem zwei Menschen getötet und 120 weitere verletzt worden waren. Ein von König Abdullah II. angestoßener Reform- Dialog blieb folgenlos, weil der Monarch an dem eng mit den Sicherheitskräften verbundenen Regierungschef Bachit festhielt. dpa

AFGHANISTAN

Bundeswehr schoss auf Angreifer

Berlin - Deutsche Soldaten waren stärker in die Zusammenstöße vor dem Bundeswehrstützpunkt im nordafghanischen Talokan mit zwölf Toten verwickelt als bisher bekannt. Bei gewalttätigen Protesten gegen das Camp schossen deutsche Soldaten am Mittwoch doch auf Angreifer und verletzten sieben bis zehn von ihnen. Es gebe aber keine Erkenntnisse, dass Menschen von deutschen Soldaten getötet worden seien, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Freitag mit. „Die Selbstverteidigungslage ist unstrittig.“ Die Demonstranten hatten das Camp mit Handgranaten und Molotowcocktails angegriffen. Dabei wurden drei Bundeswehrsoldaten verletzt. dpa

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