NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

CHILE

Sterbliche Überreste

von Ex-Präsident Allende exhumiert

Santiago - In Chile sind die sterblichen Überreste des früheren Präsidenten Salvador Allende exhumiert worden. Das Mausoleum auf dem Zentralfriedhof in der Hauptstadt Santiago wurde am Montag im Beisein von Familienangehörigen geöffnet, wie die Tageszeitung „La Nación“ berichtete. Die Exhumierung war von der Familie Allendes und von Menschenrechtsorganisationen beantragt und von der Justiz genehmigt worden. Die Familie will Klarheit haben, ob Allende getötet wurde oder Selbstmord beging. Der am 26. Juni 1908 geborene Arzt und sozialistische Politiker war 1970 zum Präsidenten gewählt worden. Am 11. September 1973 wurde seine Regierung von Militärs gestürzt. Allende starb im Präsidentenpalast „La Moneda“, den die Armee bombardieren ließ. Bis heute sind die genauen Umstände seines Todes ungeklärt. epd

HONDURAS

Ex-Präsident Zelaya

kann in seine Heimat zurückkehren

Cartagena - Der frühere honduranische Präsident Manuel Zelaya kann fast zwei Jahre nach seinem Sturz in sein Heimatland zurückkehren. Zelaya und sein Nachfolger Porfirio Lobo unterzeichneten am Sonntag in der kolumbianischen Stadt Cartagena ein Versöhnungsabkommen, das Zelayas Rückkehr ermöglicht. Es macht außerdem den Weg frei für die Wiederaufnahme des lateinamerikanischen Landes in die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). Zelaya war im Juni 2009 gestürzt und ins Exil gezwungen worden, daraufhin war Honduras aus der OAS ausgeschlossen worden. AFP

JEMEN

Machtkampf eskaliert –

18 Tote bei Gefechten in Sanaa

Sanaa - Einen Tag nach dem Scheitern internationaler Vermittlungsbemühungen um einen würdigen Abgang des Langzeit-Präsidenten Ali Abdullah Saleh ist der Machtkampf in Sanaa eskaliert. Salih-treue Elitetruppen griffen am Montag das Haus des rivalisierenden Stammesscheichs Sadik al Ahmar an. Das berichteten Augenzeugen. Bei dem stundenlangen Gefecht starben mindestens 18 Menschen, 40 weitere wurden verletzt, berichtete die Internet-Seite „yemenpost.net“. Bei den Kämpfen wurde der benachbarte Sitz der staatlichen Luftfahrtgesellschaft Yemenia Airways in Brand gesteckt. dpa

ZYPERN

Oppositionelle Konservative gewinnen Parlamentswahlen

Athen - Aus der Parlamentswahl in der Republik Zypern ist am Sonntag die oppositionelle Demokratische Sammlungsbewegung (Disy) als klarer Sieger hervorgegangen. Die konservative Disy konnte gegenüber der Wahl 2006 ihren Stimmenanteil um vier Prozentpunkte auf 34,3 Prozent erhöhen. Die kommunistische „Aufbaupartei des werktätigen Volkes“ (Akel), als deren Chef Christofias 2008 die Präsidentenwahl gewann, konnte sich zwar leicht von 31,3 auf 32,7 Prozent verbessern. Ihr Koalitionspartner, die Demokratische Partei (Diko) verlor aber zwei Prozentpunkte auf 15,8 Prozent. Für Christofias hat der Wahlerfolg der Konservativen keine unmittelbaren Konsequenzen. Das Präsidialsystem auf Zypern erlaubt es dem Staatschef, weitgehend unabhängig von parlamentarischen Mehrheiten zu regieren. öhl

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