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Mehr als 200 antisemitische Delikte



Berlin - Die Polizei hat in den ersten drei Monaten des Jahres insgesamt 211 antisemitische Straftaten festgestellt, darunter fünf Gewaltdelikte. Sechs Personen wurden bei antijüdischen Angriffen verletzt. Die Zahlen sind vorläufiger Natur und werden wahrscheinlich durch Nachmeldungen steigen. Die Angaben gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Quartalsanfrage von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau (Linke) und ihrer Fraktion hervor. Rechts motivierte Täter verübten die meisten antisemitischen Delikte (202), die restlichen neun wurden Ausländern, Linken und „Sonstigen“ zugeordnet. Am stärksten betroffen war Nordrhein-Westfalen (43 Taten), gefolgt von Niedersachsen (30) und Berlin (23). Bundesweit wurden 111 Tatverdächtige ermittelt, Festnahmen gab es keine. fan

Entschädigung für DDR-Heimkinder

Essen - Nach westdeutschen Heimkindern sollen auch Ostdeutsche, die in ihrer Kindheit in Heimeinrichtungen Unrecht erfahren haben, entschädigt werden. Dafür wollen sich die Familienminister der Länder einsetzen, wie die nordrhein-westfälische Familienministerin Ute Schäfer (SPD) am Freitag zum Abschluss der zweitägigen Familienministerkonferenz in Essen sagte. Derzeit gibt es einen 120 Millionen Euro umfassenden Fonds zur Entschädigung für westdeutsche Heimkinder aus den 1950er bis 1970er Jahren. Neben den Kirchen und dem Bund sollen sich die Bundesländer zu jeweils einem Drittel an diesen Kosten beteiligen. Eine vergleichbare Lösung soll nun auch für frühere ostdeutsche Heimkinder gefunden werden. dapd

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