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Steinbach fordert

Gedenktag für Vertriebene

Erfurt - Die Vertriebenen-Präsidentin Erika Steinbach hat die Bundesregierung aufgefordert, einen offiziellen Gedenktag für die nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutschen einzuführen. Dies sei eine Forderung von CDU und FDP aus Oppositionszeiten, die eine schwarzgelbe Bundesregierung nun auch umsetzen müsse, sagte Steinbach auf dem Deutschlandtreffen der Ostpreußen in Erfurt. Die Vorgängerregierungen hätten sich einem Vertriebenen-Gedenktag verweigert. Das zweitägige Treffen der ostdeutschen Landsmannschaft, der größten Gruppierung innerhalb des Bundes der Vertriebenen (BdV), ging am Sonntag in Erfurt zu Ende. dpa

Verliert Botschafter in Libyen

sein Amt?

Berlin - Der bisherige deutsche Botschafter in Libyen, Matthias Meyer, soll nach einem Zeitungsbericht seines Amtes enthoben werden. Grund sei eine vorschriftswidrige Geheimaktion, bei der Meyer persönliche Habseligkeiten aus der wegen des Bürgerkriegs geräumten Residenz in Tripolis geholt habe, berichtete die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf Regierungskreise. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes bestätigte lediglich, dass der Botschafter vom 16. bis 17. April nach Tripolis reiste. „Eine eingehende Prüfung des Vorgangs findet gegenwärtig statt.“ Die Botschaft in Tripolis war im März vorläufig geschlossen worden. Das entsandte Personal zog komplett ab, die Akten wurden vernichtet. Doch der seit 2009 in Libyen amtierende Meyer kehrte der Zeitung zufolge zurück, um mithilfe eines einheimischen Botschaftsangestellten Kartons mit persönlichen Habseligkeiten in einem Dienstwagen nach Tunesien zu bringen. Von seinen Vorgesetzten dazu befragt, habe er das zunächst abgestritten und erst nach formeller Einschaltung der Dienstaufsicht zugegeben. dpa

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