NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NORDAFRIKA

120 Leichen nach Schiffsunglück

vor Tunesien geborgen

Tunis - Nach dem Kentern eines Flüchtlingsbootes vor Tunesien haben Rettungskräfte über hundert Leichen geborgen. 123 Tote seien bisher an Land gebracht worden, sagte ein Vertreter des tunesischen Roten Halbmonds am Freitag. Das mit rund 800 Insassen überladene Flüchtlingsschiff war am Mittwoch vor der tunesischen Insel Kerkennah gekentert. Rund 600 Menschen wurden gerettet, 200 Menschen wurden nach dem Unglück vermisst. AFP

FRANKREICH

Exminister in Pädophilie-Affäre

als Zeuge befragt

Paris - Nach der Affäre um den zurückgetretenen IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn geht die französische Polizei Vorwürfen gegen einen früheren Minister nach, der Kinder missbraucht haben soll. Dazu befragten die Ermittler den früheren Bildungsminister Luc Ferry am Freitag als Zeugen. Er hatte im Fernsehen über eine angebliche Pädophilie-Affäre gesprochen, ohne den Namen des von ihm beschuldigten früheren Kabinettsmitglieds zu nennen. Die Befragung bei der Pariser Polizeieinheit zum Schutz von Minderjährigen dauerte eine gute Stunde. Ferry hatte am Montagabend im Fernsehsender Canal+ gesagt, ein ehemaliger Minister sei vor Jahren im marokkanischen Marrakesch bei einer Sexorgie mit kleinen Jungen erwischt worden. „Ich habe keinen Beweis, keine genauen Fakten in der Sache, aber als ich Minister war, habe ich davon gehört“, sagte der frühere Bildungsminister später der Zeitschrift „Express“. AFP

IRAK

17 Tote bei Terroranschlag

in Moschee

Bagdad - Bei einem Bombenanschlag in einer Moschee in der irakischen Stadt Tikrit sind 17 Gläubige getötet worden. Mehr als 50 Moscheebesucher wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als der Sprengsatz nach dem Freitagsgebet explodierte. Das sunnitische Gotteshaus liegt in einer bewachten Siedlung, in der Polizeichefs und Funktionäre der Provinzverwaltung leben. In der westlichen Stadt Ramadi hatten Terroristen wenige Stunden zuvor hintereinander vier Bomben gezündet. Dabei starben insgesamt sechs Menschen. dpa

DEUTSCHLAND

Mutmaßlicher Terrorhelfer

bleibt in Untersuchungshaft

Karlsruhe - Wegen des Verdachts der Unterstützung einer islamistischen Terror-Organisation muss ein 21-jähriger Österreicher in Deutschland im Gefängnis bleiben. Wie die Bundesanwaltschaft am Freitag in Karlsruhe mitteilte, erließ der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof Haftbefehl gegen Maqsood L. Er soll versucht haben, für die „Deutschen Taliban Mujahideen“ (DTM) Kämpfer für den „Heiligen Krieg“ (Dschihad) anzuwerben und Gelder für die Vereinigung beschafft haben. dapd

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