NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Entscheidung über Baustopp

in Stuttgart vertagt

Stuttgart - Im Streit um die Verlängerung des Baustopps beim Bahnprojekt „Stuttgart 21“ zeichnet sich eine Kompromisslösung ab. Bahn und Landesregierung könnten sich darauf einigen, die Kosten einer Verlängerung des Baustopps bis zum 15. Juli aufzuteilen, hieß es aus Verhandlungskreisen. Beide Seiten zeigten die Bereitschaft, sich zu einigen. Die Entscheidung soll am Freitagvormittag auf einer außerordentlichen Sitzung des Lenkungskreises fallen, in dem alle Projektträger vertreten sind. dapd

Stelle zur Aufklärung von

Kindesmissbrauch bleibt erhalten

Berlin - Die Stelle eines unabhängigen Beauftragten zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs bleibt erhalten. Das erklärte Christine Bergmann, die diese Position derzeit besetzt, am Montag nach einer Sitzung des „Runden Tischs sexueller Missbrauch“. Die frühere Familienministerin Bergmann wird ihre Arbeit Ende Oktober einstellen, „aber es wird eine Nachfolgereglung geben. Das ist beim Runden Tisch klar signalisiert worden“, sagte sie. Das Gremium, an dem Familien-, Justiz- und Bildungsministerium beteiligt sind, beriet am Montag über den Abschlussbericht, den Bergmann vor kurzem vorgelegt hat. Darin empfahl sie unter anderem, dass Krankenkassen mehr Therapien von Betroffenen bezahlen sollten. Tsp

PERU

Linksnationalist Humala

wird neuer Präsident

Buenos Aires – In Peru hat der Linksnationalist Ollanta Humala die Stichwahl um das Präsidentenamt mit knapper Mehrheit gewonnen. Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen kam er auf 50,7 Prozent. Keiko Fujimori, Tochter des autokratischen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori, erhielt 49,3 Prozent. Humala kündigte die Bildung einer Regierung der nationalen Einigung an. Vor fünf Jahren war Humala noch seinem Amtsvorgänger, dem scheidenden Präsidenten Alan García, in der Stichwahl unterlegen. Nun dürfte Südamerika weiter nach links rücken. Humala hatte allerdings noch am Sonntagabend erklärt, er wolle nicht dem Beispiel des Präsidenten von Venezuela, Hugo Chavez, folgen und Unternehmen in Schlüsselbereichen wie dem Bergbausektor verstaatlichen. epd/rtr

RUSSLAND

Justiz entlässt Chodorkowski nicht:

Unterlagen nicht ausreichend

Moskau - Einen Antrag des inhaftierten Kremlkritikers Michail Chodorkowski auf vorzeitige Entlassung hat ein Gericht in Moskau wegen Formfehlern an die Verteidigung zurückverwiesen. Russische Bürgerrechtler kritisierten die Entscheidung am Montag als „konstruiert“. Dagegen sagte eine Justizsprecherin, das Gericht könne aufgrund „unvollständiger Dokumente“ zunächst kein Urteil fällen. Die Verteidigung des 47 Jahre alten Ex-Ölmagnaten und seines ebenfalls inhaftierten früheren Geschäftspartners Platon Lebedew kündigte an, Akten nachzureichen. Chodorkowski und Lebedew sind unter anderem wegen Betrugs zu je 13 Jahren Haft verurteilt worden und sollen erst 2016 freikommen. Am 30. Mai hatten sie vorzeitige Entlassung beantragt, die nach Verbüßung der Hälfte der Strafe möglich ist. dpa

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