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Ramsauer verteidigt Stuttgart 21



Berlin - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat die Fortsetzung der Bauarbeiten am Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 verteidigt. „Der von der Bahn angebotene verlängerte Baustopp hat sich erledigt, weil niemand die Mehrkosten dafür übernehmen will“, sagte Ramsauer der „Stuttgarter Zeitung“. Die Gegner des Projekts wollen nicht zu weiteren Protesten aufrufen. Es werde am Dienstag ein Blockadefrühstück geben, darüber hinaus seien aber keine weiteren Proteste geplant, teilte ein Sprecher des Bündnisses gegen Stuttgart 21 mit. AFP/dapd

Amnesty-Mitglieder stützen Vorstand Köln/Berlin - Die Mitglieder der deutschen Sektion von Amnesty International haben sich hinter die Freistellung der Generalsekretärin Monika Lüke durch den Vorstand gestellt, obwohl sich Lüke im Mutterschutz befindet. Auf der Jahreshauptversammlung in Köln entlasteten die knapp 700 Delegierten den alten Vorstand und wählten einen neuen, wie Pressesprecherin Julia Naumann erklärte. Das bisherige Gremium um Vorstandssprecher Stefan Keßler hatte ein gestörtes Vertrauensverhältnis und unterschiedliche Vorstellungen über organisationsinterne Fragen als Grund für die Freistellung angeben. Lüke vermutet, ihre Schwangerschaft sei der Grund. epd

Sudetendeutsche streiten mit Prag

Augsburg/Prag - Tschechiens Präsident Vaclav Klaus hat sich gegen die Forderung der Sudetendeutschen nach Worten des Bedauerns für Vertreibungen verwahrt. Der Vorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Franz Pany, hatte beim Treffen der Sudetendeutschen in Augsburg auf Königin Elizabeth II. verwiesen, die in Irland Fehler Großbritanniens eingeräumt hatte. „Was hindert ein republikanisches Staatsoberhaupt wie den Präsidenten der Tschechischen Republik, solches oder Ähnliches in Richtung der vertriebenen und entrechteten Sudetendeutschen zu äußern?“ Klaus kritisierte, ausgerechnet in den Tagen des Gedenkens der grauenhaften Tragödie von Lidice eine Entschuldigung zu verlangen, sei Ausdruck außerordentlicher Gefühllosigkeit und Unbelehrbarkeit. In Lidice hatten die Nazis im Juni 1942 ein Massaker verübt. dapd

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