NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SAUDI-ARABIEN

Islampolizei

jagt Autofahrerinnen

Riad/Istanbul - Dutzende langbärtige Islam-Polizisten sind in Riad aufmarschiert, um Frauen am Autofahren zu hindern. Augenzeugen in der saudischen Hauptstadt sahen die Vertreter der Behörde für die Förderung der Tugend und die Verhinderung des Lasters rund um die König-Abdulasis-Straße. Aktivistinnen hatten den 17. Juni zum „Tag des Autofahrens“ erklärt. Sie riefen Frauen auf, sich trotz des geltenden Frauenfahrverbotes an diesem Freitag ans Steuer eines Autos zu setzen und durch die Innenstadt von Riad zu fahren. Am frühen Morgen hatte eine saudische Frau bereits ein Video auf der Internet-Plattform Youtube veröffentlicht, das sie bei einer Autofahrt zeigt. Die Frau, deren Gesicht nicht zu erkennen ist, erklärt, sie habe die Aufnahme an diesem Freitag vor Sonnenaufgang in Riad gemacht. Viele Islamgelehrte hatten sich in den vergangenen Wochen gegen eine Aufhebung des Verbots ausgesprochen, das mit den „Traditionen des Königreichs“ begründet wird. dpa

WEISSRUSSLAND

Lukaschenko erwägt

Grenzschließung

Minsk - Das vor dem Ruin stehende Weißrussland erwägt, wegen der gewaltigen Wirtschaftskrise keine ausländischen Güter mehr in die ehemalige Sowjetrepublik zu lassen. „Wenn es zu einer Katastrophe kommt, werden wir die Grenzen schließen und nur noch das importieren, was wir benötigen.“ Das sagte der autoritär regierende Präsident Alexander Lukaschenko am Freitag nach Medienangaben in der Hauptstadt Minsk. „Wir haben genug Geld, um Essen und Kleidung zu kaufen.“ „Es gibt keine Krise in diesem Land“, sagte er. Weißrussland ist in seiner schwersten Finanzkrise seit der Unabhängigkeit stark auf ausländische Kredite angewiesen. dpa

CHINA

Regierung: Korrupte Beamte

schafften Milliarden ins Ausland

Peking - Korrupte chinesische Beamte und Firmenbosse haben nach einem Regierungsbericht mehr als 120 Milliarden Dollar (84 Milliarden Euro) illegal ins Ausland geschafft. Für den Transport nutzten sie häufig randvoll mit Bargeld vollgestopfte Koffer, berichteten Staatsmedien am Freitag. Die Milliarden seien in den vergangenen 15 Jahren außer Landes geschafft worden, hieß es weiter unter Berufung auf die Website der chinesischen Zentralbank. Für die illegalen Transfers seien auch legale Wege genutzt worden, etwa über Auslandsinvestitionen oder Kreditkarten. Auch in Übersee lebenden Freunden und Verwandten seien Summen überwiesen worden. Häufig seien legale und illegale Wege kombiniert worden. dpa

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