NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND/LIBYEN

De Maizière kritisiert

Einsatz der Nato als kurzsichtig

Berlin - Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat der Nato ein falsches Vorgehen bei ihrem Libyen-Einsatz vorgeworfen. Der Einsatz sei kurzsichtig geplant worden, sagte der CDU-Politiker dem „Spiegel“. Mit Blick auf Berichte über Munitionsknappheit der Verbündeten in Libyen ergänzte er: „Natürlich muss man, wenn man etwas anfängt, auch immer wissen, wie lange man das durchhalten kann.“ Die Stationierung einer Friedenstruppe in Libyen nach dem Krieg und eine deutsche Beteiligung daran bezeichnete der Minister als höchst unwahrscheinlich. „Eine internationale Friedenstruppe ist doch eine hypothetische Sache, die nur nötig ist, wenn Libyen zerfällt und man Streitparteien trennen muss“, sagte er. „In einem sich hoffentlich demokratisch entwickelnden Land wäre das weder nötig noch wünschenswert.“ dpa

AFGHANISTAN

Karsai bestätigt Gespräche

zwischen USA und Taliban

Kabul - Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat erstmals Gespräche zwischen den USA und den radikal-islamischen Taliban bestätigt. Die Taliban bestritten bisher jegliche Verhandlungen. Sie verlangten als Vorbedingung den Abzug aller ausländischen Truppen. Bei einem Anschlag auf eine Polizeiwache in Kabul waren am Samstag mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. dpa

SÜDKOREA

Soldaten feuern

aus Versehen auf Zivilflugzeug

Seoul - Südkoreanische Soldaten haben im Grenzgebiet auf ein Passagierflugzeug geschossen, das sie für eine Militärmaschine des kommunistischen Norden hielten. Das Flugzeug sei aber außer Reichweite gewesen. Keiner der 119 Insassen an Bord der Maschine sei zu Schaden gekommen, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap. Dem Bericht zufolge befand sich das südkoreanische Flugzeug der Asiana Airlines vor der Küste im Anflug auf den Flughafen Seoul-Incheon. dpa

MAROKKO

König gibt Kompetenzen

an das Parlament ab

Rabat - Mit einem angekündigten Verzicht auf Teile seiner Macht hat Marokkos König Mohammed VI. die Protestbewegung in seinem Land zu beschwichtigen versucht. In einer Rede an die Nation stellte der Monarch am Freitagabend die geplante Verfassungsreform vor, wonach der Regierungschef und das Parlament mehr Kompetenzen erhalten sollen. Während viele Parteien die Pläne begrüßten, rief die Protestbewegung zu neuen Demonstrationen auf. AFP

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben