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LIBYEN

Nato bestätigt Tod von Zivilisten

Brüssel/Benghasi - Die Nato hat den Tod von Zivilisten durch einen Luftangriff in der libyschen Hauptstadt Tripolis eingeräumt. Bei einem Luftangriff am Samstag habe ein Geschoss in der libyschen Hauptstadt nicht „das geplante Ziel getroffen“, erklärte die Militärallianz am Sonntagabend in Brüssel. Libysche Behörden hatten von neun Toten gesprochen, darunter Kinder. Die libyschen Rebellen warfen den westlichen Verbündeten am Sonntag mangelnde Unterstützung im Kampf gegen Muammar Gaddafi vor. Ali Tarhuni, zuständig für Finanzen und Öl, sagte zu den versprochenen Zahlungen von eingefrorenen Konten Gaddafis: „Da ist bislang nichts geschehen. Und ich meine wirklich nichts.“ Politiker aus Europa und den USA hielten „großartige Reden“, sagte er. „Politisch wissen wir das zu schätzen, aber was die Finanzen anbetrifft, sind sie ein kompletter Ausfall. AFP/rtr

ÖSTERREICH/DEUTSCHLAND

Kein Anhaltspunkt für Anschlag

Wien/Berlin - Die Wiener Staatsanwaltschaft prüft noch, die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ist aber sicher: Nach der Festnahme eines zum Islam konvertierten Österreichers gebe es keine ernst zu nehmenden Hinweise, dass er einen Terrorangriff auf den Berliner Reichstag plante. „Es gibt keinerlei Anhaltspunkte für konkrete Vorbereitungen eines Anschlags in Deutschland“, sagte ein Sprecher. Verdächtigt wird ein 25-Jähriger, der mit einem Flugsimulator am Computer für ein Attentat trainiert haben soll. dpa

RUSSLAND

Dissidentin Jelena Bonner gestorben Moskau - Jelena Bonner, Witwe des Friedensnobelpreisträgers Andrej Sacharow, starb am Samstag im Alter von 88 Jahren in Boston in den USA. Die sowjetische Bürgerrechtlerin wuchs als Tochter eines führenden Kommunisten auf, der 1938 im Zuge der stalinistischen Säuberungen hingerichtet wurde, ihre Mutter wurde in ein Gulag-Lager verbannt. Dennoch trat die Kinderärztin der KPdSU bei – was sie später den „größten Fehler meines Lebens“ nannte. 1975 nahm sie für ihren Mann den Friedensnobelpreis in Oslo entgegen, dem die Ausreise aus der Sowjetunion verweigert wurde. Als er 1980 wegen Kritik an der Afghanistan-Invasion nach Gorki verbannt wurde, hielt Bonner die Verbindung zu ausländischen Journalisten, bis sie selbst 1984 verbannt wurde. Michail Gorbatschow begnadigte beide. AFP

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