NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

IAEO

Atombehörde mahnt Konsequenzen aus Fukushima an

Wien - Die Internationale Atomenergiebehörde (IAE0) hat Konsequenzen aus der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima angemahnt. „Ein ,Weiter so’ ist keine Option“, sagte IAEO-Chef Yukiya Amano am Montag in Wien zum Auftakt eines fünftägigen Ministertreffens zu den Lehren aus Fukushima. Das Vertrauen der Menschheit in die Atomenergie sei „tief erschüttert“. AFP

VEREINTE NATIONEN

Zahl der Flüchtlinge

auf Höchststand seit 15 Jahren

Genf - Die Zahl der Flüchtlinge hat weltweit einen neuen Höchststand erreicht. Mit rund 43,7 Millionen Menschen, die sich wegen Kriegen und anderer Konflikte in ihren Heimatländern auf der Flucht befänden, sei sie im vergangenen Jahr so hoch gewesen wie seit 15 Jahren nicht mehr, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR anlässlich des Weltflüchtlingstags am Montag in seinem Jahresbericht mit. Binnen Jahresfrist sei die Zahl der Flüchtlinge um etwa 400 000 Menschen gestiegen. AFP

FRANKREICH

Ex-Staatssekretär wegen

sexueller Belästigung in Haft

Paris - Nach Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs ist der frühere Staatssekretär Georges Tron in Polizeigewahrsam genommen worden. Dem 53-jährigen Tron wird von Gemeindemitarbeiterinnen vorgeworfen, er habe sie in seiner Funktion als Bürgermeister von Draveil sexuell belästigt. Er hatte deswegen schon im Mai seinen Pariser Posten geräumt. dpa

AFGHANISTAN

Teilnahme von Taliban

an Konferenz in Bonn noch offen

Berlin - Die Grünen warnen davor, in den Verhandlungen mit den afghanischen Taliban menschenrechtliche Standards preiszugeben. „Es ist selbstverständlich, dass man in einem Versöhnungsprozess mit dem Feind redet und nicht mit dem Freund“, sagte der Verteidigungspolitiker Omid Nouripour dem Tagesspiegel: „Wichtig ist allerdings, die rote Linie einzuhalten: Frauen- und Menschenrechte dürfen nicht auf dem Altar einer politischen Lösung geopfert werden.“ Die USA hatten am Wochenende Verhandlungen mit dem Taliban bestätigt. Ob sie auch an der Afghanistan-Konferenz im Dezember in Bonn teilnehmen werden, ist indes unklar. Für eine Entscheidung sei es noch zu früh, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke.AFP/hmt

PAKISTAN

Achtjährige für

Sprengstoffanschlag missbraucht?

Islamabad - Pakistanische Extremisten haben nach offiziellen Angaben einem achtjährigen Mädchen eine Sprengstoffweste für einen Anschlag aufgezwungen. Zwei Männer und zwei Frauen hätten sie verschleppt, berichtete das Mädchen auf einer Pressekonferenz. Sie hätten ihr die Weste mit Sprengstoff umgehängt und seien mit ihr zu einem Kontrollpunkt gefahren. In der Nähe der Kontrollstelle habe sie „die Weste weggeworfen und um Hilfe gerufen“, sagte das als Sohana Javaid vorgestellte Kind. Eine unabhängige Bestätigung war nicht möglich. rtr

SUDAN

Norden und Süden angeblich

einig über umstrittenes Gebiet

New York - Die zwischen dem Norden und dem Süden Sudans umstrittene Region Abyei soll entmilitarisiert werden. Der Vermittler, Südafrikas Ex-Präsident Thabo Mbeki, sagte, die Übereinkunft sehe den Abzug von Sudans Armee aus dem ölreichen Gebiet vor. Mbeki gestand ein, dass es sich um ein „vorübergehendes Abkommen“ handle. Die Kämpfe um Abyei hatten sich nach der Entscheidung Süd-Sudans zur Trennung verschärft. rtr

USA

„Überdimensioniert“:Frauenklage gegen Wal-Mart scheitert

Washington - Eine der größten Sammelklagen der US-Geschithe ist gestoppt: Der oberste Gerichshof wies die Antidiskriminierungsklage von 1,5 Millionen Mitarbeiterinnen und Ehemaligen gegen den weltgrößten Einzelhandelskonzern Wal-Mart zurück. Sie sei schlicht überdimensioniert. Ob Wal-Mart tatsächlich Frauen benachteiligte, stand dabei nicht zur Debatte. dpa

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