NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

JEMEN

Al-Qaida-Massenausbruch aus Knast

Sanaa - Dutzende Häftlinge des Terrornetzes Al Qaida haben sich am Mittwoch im Südjemen den Weg in die Freiheit geschossen. Bei dem Massenausbruch in der Haftanstalt von Mukalla wurden mindestens ein Gefangener und ein Wachbeamter getötet. Das berichtete der arabische Nachrichtensender Al Dschasira unter Berufung auf Quellen in der südöstlichen Hafenstadt. Unter den Ausgebrochenen seien sowohl bereits verurteilte Islamisten als auch Untersuchungshäftlinge, hieß es in dem Bericht. Der monatelange Machtkampf in der Hauptstadt Sanaa hat dazu geführt, dass der jemenitische Al-Qaida-Ableger und andere Extremistengruppen im südlichen Jemen zunehmend die Initiative an sich reißen. dpa

FINNLAND

Katainen neuer Regierungschef

Helsinki - Der konservative Parteichef Jyrki Katainen ist neuer Ministerpräsident Finnlands. Mehr als zwei Monate nach der Wahl Mitte April wählte der Reichstag in Helsinki den 39-Jährigen am Mittwoch zum Regierungschef. Katainen löst die Zentrumspolitikerin Mari Kiviniemi (42) an der Regierungsspitze ab. Der bisherige Finanzminister hat eine Koalition seiner „Sammlungspartei“ mit Sozialdemokraten, Grünen, der Linkspartei sowie zwei kleinen Mitte-Fraktionen gebildet. Unmittelbar nach der Wahl hatte er sich zunächst um eine Zusammenarbeit mit den Rechtspopulisten der Partei Wahre Finnen bemüht. Dies scheiterte am Widerstand der Populisten gegen jede finnische Hilfe an überschuldete EU-Länder wie Portugal und Griechenland. dpa

SYRIEN

EU verschärft Sanktionen

Brüssel - Die Europäische Union verschärft die Sanktionen gegen das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al Assad. Die Einreiseverbote, verbunden mit dem Einfrieren von Vermögenswerten in der EU, werden auf sieben weitere Unterstützer Assads ausgedehnt. Erstmals werden nach Angaben von Diplomaten in Brüssel auch vier Unternehmen auf eine Embargoliste gesetzt: EU-Firmen dürfen mit ihnen keine Geschäfte machen. dpa

LIBYEN

Italien stellt Militäreinsatz in Frage

Rom - In der Nato ist ein Streit über die Fortführung des Militäreinsatzes in Libyen entbrannt. Italiens Außenminister Franco Frattini forderte vor dem Unterhaus des italienischen Parlaments ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen zugunsten schneller humanitärer Hilfe für die Bevölkerung. Er verlangte „detaillierte Informationen“ zu den „dramatischen Fehlern“ der Nato bei der versehentliche Tötung von Zivilisten. An der „Krise in den östlichen und südwestlichen Regionen sowie in Tripolis“ habe die Nato Anteil. Ein Sprecher Frattinis relativierte dessen später und sprach von einer „Arbeitshypothese“. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bekräftigte am Mittwoch den Willen zur Fortsetzung des Einsatzes.AFP

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