NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

LIBYEN

Keine deutsche Munitionslieferung

Berlin - Deutschland wird keine Munitionsteile an Nato-Partner für den Kriegseinsatz in Libyen liefern. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin mit. Die Nato-Logistik-Agentur Namsa habe das Angebot eines anderen Bündnispartners angenommen, sagte der Sprecher. Dabei ging es um Bauteile für Präzisionsmunition, bei denen ein Engpass in der seit Ende März laufenden Nato-Operation „Unified Protector“ absehbar war. Die Nato-Anfrage nach Munitionsnachschub hatte in Deutschland für Wirbel gesorgt. Während Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) noch am Dienstag eine solche mögliche Lieferung als „bewährten Bündnisalltag“ verteidigte, kritisierte die Opposition eine verdeckte Teilnahme Deutschlands am Libyen-Krieg. dapd

SUDAN

Bundeswehr soll bleiben

Berlin - Deutschland soll sich weiterhin an den internationalen Militäreinsätzen im Sudan beteiligen. Das beschloss das Kabinett am Mittwoch in Berlin. Die endgültige Entscheidung über den weiteren Einsatz der Bundeswehr fällt der Bundestag. Derzeit hat die Bundeswehr 38 Soldaten zu den verschiedenen UN-Missionen in den Sudan entsandt. Die internationale Friedenstruppe UNAMID soll die Zivilbevölkerung in der Krisenregion Darfur schützen, wo seit 2003 eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt tobt. Die Mission UNMIS im Süden des Landes soll das Friedensabkommen zwischen der sudanesischen Regierung und der südsudanesischen Befreiungsbewegung aus dem Jahr 2005 absichern. dpa

SAUDI-ARABIEN

Polizei umstellt Autofahrerin

Riad - In Saudi-Arabien geht die Jagd auf Frauen weiter, die es wagen, selbst Auto zu fahren. In der Nacht zum Mittwoch wurde in der Hafenstadt Dschidda eine Autofahrerin von der Polizei verfolgt, gestoppt und festgenommen. Die Polizisten umstellten den Wagen der Frau, die von einem Bruder begleitet wurde, gleich mit vier Patrouillenfahrzeugen. Im islamischen Königreich Saudi-Arabien ist Frauen das Autofahren streng untersagt.

Die saudische Nachrichtenwebsite Sabq berichtete, ein Mann habe der Polizei zuvor gemeldet, er habe eine unverschleierte Frau mit dem Auto fahren sehen. Für Berichte über die Festnahme von vier weiteren Frauen am Dienstag gab es zunächst keine Bestätigung. dpa

GAZA

Hamas verärgert über Deutsche

Gaza - Die im Gazastreifen herrschende Hamas-Organisation lehnt eine weitere Zusammenarbeit mit dem deutschen Vermittler für einen Gefangenenaustausch mit Israel ab. „Er hat nicht fair vermittelt“, sagte Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri am Mittwoch in Gaza. „Wir werden mit dem deutschen Vermittler nicht mehr zusammenarbeiten.“ Ein Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes hatte zwischen der Hamas und Israel vermittelt. Die Hamas fordert im Gegenzug für die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Schalit, dass Israel 1000 palästinensische Häftlinge in die Freiheit entlässt. Nach den Worten von Abu Suhri gibt es jedoch seit Monaten keine Gespräche mehr. dpa

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