NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Kliniken mit Ehec-Patienten

können auf Geld hoffen



Frankfurt am Main - Krankenhäuser, die schwer kranke Ehec-Patienten versorgt haben, können auf zusätzliches Geld hoffen. Bei der Gesundheitsministerkonferenz in Frankfurt am Main geht es auch um „die finanziellen Auswirkungen der Ehec-Infektionen“, wie der Hessische Sozialminister und Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Stefan Grüttner (CDU), vor Beginn der Tagung am Mittwoch sagte. Denkbar sei, die Mehrkosten außerhalb des Budgets durch die Krankenkassen zu finanzieren. Der Verband der Universitätsklinika Deutschlands hatte gefordert, alle Ehec-Fälle müssten zum vollen Preis abgerechnet werden. Grütter findet es „durchaus nachvollziehbar“, dass die Kliniken entschädigt werden möchten. dpa

Gysi gibt Spannungen

in der Linksfraktion zu

Berlin - Linksfraktionschef Gregor Gysi hat zugegeben, dass das Klima zwischen west- und ostdeutschen Abgeordneten derzeit außerordentlich gereizt ist. Die Partei wachse zusammen, sagte er am Mittwoch, doch „in der Fraktion ist das schwieriger“. Vorangegangen war eine Kontroverse um einen neuen Beschluss der Fraktion, wonach Kritik an israelischer Regierungspolitik nicht mit dem Vorwurf des Antisemitismus begegnet werden dürfe. Gysi sprach davon, dass die Chemie zwischen den Abgeordneten nicht mehr stimme. Der Streit war eskaliert, nachdem sich Parteichef Klaus Ernst Kritik des sächsischen Bundestagsabgeordneten Michael Leutert unter Hinweis auf dessen fehlende Lebensleistung verbeten hatte. Leutert verließ daraufhin mit knapp zwei Dutzend weiteren Abgeordneten die Sitzung, nannte Ernsts Vorgehen „grotesk“. Gysi erklärte: „Ich weiß natürlich, dass ein paar gestern sauer waren, aber ich weiß auch, wie schnell sich das wieder beruhigt.“ m.m.

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben