NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Werder Bremen

wirft NPD-Funktionär raus


Berlin - Werder Bremen hat den Bundesorganisationsleiter der NPD, Jens Pühse, aus dem Verein ausgeschlossen. Pühse war Anfang des Jahres eingetreten. Der Fußballbundesligist hatte schon während des Bremer Wahlkampfs versucht, das rechtsextreme Mitglied loszuwerden, doch fiel die Entscheidung erst jetzt. Als Grund für den Rauswurf nannte Werder Bremen „die völlige Unvereinbarkeit“ der politischen Ziele Pühses mit den in der Satzung des Vereins verankerten „Werten wie Toleranz und Integration“. Pühse war bei der Bremer Wahl im Mai als NPD-Spitzenkandidat in Bremerhaven angetreten. Die Partei scheiterte klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Pühse will gegen die Entscheidung von Werder gerichtlich vorgehen. fan

Bremens Bürgermeister Böhrnsen

im Amt bestätigt

Bremen - Die rot-grüne Koalition der Hansestadt hat Bürgermeister Jens Böhrnsen (62) am Donnerstag erneut zum Regierungschef des kleinsten Bundeslandes gewählt. Für den SPD-Politiker stimmten in geheimer Wahl 57 von 83 Bürgerschaftsabgeordneten. Damit votierten die 36 Sozialdemokraten und 21 Grünen offenbar geschlossen für Böhrnsen – wie bereits 2007. Bei der Wahl seiner Vorgänger hatte es in früheren Jahren immer wieder Abweichler in den eigenen Reihen gegeben. Die neue grüne Sozialsenatorin Anja Stahmann erhielt mit 63 Ja-Stimmen sogar Unterstützung aus der Opposition. stg

Wulffs Kritik

stößt auf Kritik

Berlin - Die FDP hat die Kritik von Bundespräsident Christian Wulff am schwarz-gelben Vorgehen bei der Energiewende zurückgewiesen. Wulff hatte bemängelt, dass die Koalitionsparteien die Energiewende nicht von Parteitagen hatten absegnen lassen. FDP-Generalsekretär Christian Lindner sagte dazu am Donnerstag in Berlin, die FDP könne mit den Äußerungen nicht gemeint sein, da sie auf ihrem Parteitag Mitte Mai intensiv über einen beschleunigten Ausstieg aus der Atomenergie beraten und einen entsprechenden Beschluss gefasst habe. rtr

AFGHANISTAN

Nato: Drahtzieher

des Hotel-Anschlags getötet

Kabul - Nach dem spektakulären Terrorangriff auf ein Luxushotel in Kabul hat die Internationale Schutztruppe nach eigenen Angaben einen der mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags getötet. Wie die Nato-geführte Isaf am Donnerstag mitteilte, starb der Mann am Vortag bei einem gezielten Luftangriff in der Grenzprovinz Paktia im Südosten Afghanistans. Bei dem Toten soll es sich um einen ranghohen Kommandeur des radikalislamischen Hakkani-Netzwerks handeln, das wie die Taliban gegen ausländische Truppen und die afghanische Regierung kämpft. dpa

LIBANON

UN-Anklage erhebt Anklage

im Hariri-Fall

Beirut - Das UN-Tribunal für die Aufklärung des Attentats auf den libanesischen Politiker Rafik Hariri hat nach jahrelangen Ermittlungen nun in Beirut die Anklageschrift übergeben. Das Dokument ist äußerst brisant, denn es enthält nach Angaben aus Justizkreisen in Beirut Haftbefehle für vier Mitglieder der militanten Schiitenbewegung Hisbollah und weitere mutmaßliche Täter: Libanesen, Syrer und Palästinenser. „Die meisten der genannten Verdächtigen halten sich nicht im Libanon auf und könnten nach dem Mord in den Iran geflohen sein“, sagte ein libanesischer Sicherheitsbeamter. dpa

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