NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NAHOST

Griechenland nimmt einen Kapitän

der Gaza-Flotte fest

Athen - Die griechische Küstenwache hat einen der Kapitäne der neuen Gaza- Flotte festgenommen. Der US-Amerikaner habe versucht, trotz eines Verbots der griechischen Regierung mit seinem Schiff „Audacity of Hope“ und knapp 50 Passagieren an Bord am Samstag aus dem Hafen Keratsini in der Nähe von Piräus auszulaufen, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. Seit einer Woche hatten Aktivisten aus zahlreichen Staaten sich darauf vorbereitet, von verschiedenen Mittelmeerhäfen aus mit einer Flotte Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen. Der festgenommene amerikanische Kapitän soll am Dienstag vor Gericht erscheinen. dpa

SERBIEN

Belgrad erkennt Ausweise

des Kosovo an

Belgrad - Nach jahrelangen Bemühungen haben Serbien und das Kosovo unter Vermittlung der EU-Kommission in Brüssel erstmals einen Kompromiss zur gegenseitigen Annäherung erzielt. Die Bürger der früheren serbischen Provinz dürfen danach mit ihrem Personalausweis nach Serbien reisen, berichtete der serbische Verhandlungsführer Borislav Stefanovic am Samstag im staatlichen Fernsehen in Belgrad. Serbien hatte bisher alle Personaldokumente des Kosovos für null und nichtig erklärt, weil es die Abspaltung vor drei Jahren und die daraus folgende Unabhängigkeit nicht anerkennt. Daneben einigten sich beide Seiten, die Personenstandsregister auszutauschen. Serbien hatte die alten Register im Bürgerkrieg 1999 aus dem Kosovo nach Belgrad gebracht, das Kosovo hatte seinerseits alle Angaben über die serbische Minderheit Belgrad vorenthalten. dpa

LIBYEN

Deutschland gab bisher

3,7 Millionen Euro für Nato-Einsatz

Berlin - Deutschland hat bisher 3,7 Millionen Euro für den Libyen-Einsatz der Nato gezahlt, obwohl es sich selbst daran nicht mit Soldaten beteiligt. Das gehe aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor, berichtete die „Bild am Sonntag“. Hintergrund sei, dass Deutschland als Nato-Mitgliedsstaat generell einen Anteil von etwa 15 Prozent an militärischen Einsätzen übernehmen müsse. Insgesamt beliefen sich die Kosten bisher auf geschätzte 23,7 Millionen Euro. dpa

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