NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

THAILAND

Regierung: Thaksin

wird Sonderberater

Bangkok - Thailands designierte Regierungschefin Yingluck Shinawatra hat Meldungen über eine Ernennung ihres geflohenen Bruders Thaksin zum Handelsbeauftragten dementiert. Der gestürzte Ex-Ministerpräsident lebt im Exil, weil er in Thailand zu einer Haftstrafe verurteilt worden ist. Die Pheu Thai-Partei, die er aus dem Ausland dirigiert, hatte die Regierungspartei bei den Wahlen am Sonntag geschlagen und arbeitet an der Regierungsbildung. Thaksins Rehabilitierung war heißes Wahlkampfthema. „Wir werden ihn nicht zum Handelsbeauftragten ernennen, sondern zum Sonderberater“, sagte Yingluck am Mittwoch. Welche Aufgabe er in dieser Rolle wahrnehmen soll, sagte sie nicht. dpa

JAPAN

Tokio plant Stresstests

für alle Atommeiler

Tokio - Nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima will Japan alle übrigen Atommeiler im Lande sogenannten Stresstests unterziehen. Das gab Industrieminister Banri Kaieda am Mittwoch bekannt. Damit will die Regierung den Bürgern die Sorge über die Sicherheit von Akws nehmen. Derweil meldete die Nachrichtenagentur Kyodo einen erneuten Zwischenfall in einem Atomkraftwerk. In einer Müllentsorgungsanlage im Akw Tokai Nummer 2 in der nordöstlichen Provinz Ibaraki sei aus unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen. Es sei aber schnell wieder gelöscht worden. dpa

TÜRKEI

Erdogan schafft

Europa-Ministerium

Ankara - Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat sein Kabinett um ein Europa-Ministerium erweitert. Zum Chef des neuen Ressorts berief Erdogan den bisherigen Chefunterhändler der Gespräche zum EU-Beitritt, Egemen Bagis. Das Europa-Ministerium soll den stockenden Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union Schwung verleihen. Der Regierung Erdogan gehören weiterhin Finanzminister Mehmet Simsek und Außenminister Ahmet Davutoglu an. rtr

SUDAN

200 Tote bei Flüchtlingstragödie

im Roten Meer

Addis Abeba/Khartum - Flüchtlingstragödie im Roten Meer: Auf der Suche nach einem besseren Leben in Saudi- Arabien sind wahrscheinlich 197 afrikanische Flüchtlinge vor der Küste des Sudans ertrunken. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur „Sudanese Media Centre“ überlebten nur drei Menschen das Unglück. Jedoch suchten Rettungskräfte am Mittwoch im Roten Meer weiter nach möglichen Überlebenden. Das überfüllte Boot mit Flüchtlingen unter anderem aus Äthiopien, Eritrea, Somalia und dem Sudan sei unterwegs nach Saudi-Arabien gewesen. Nach etwa vierstündiger Fahrt und rund 200 Kilometer von Port Sudan entfernt habe es aus noch unbekannten Gründen Feuer gefangen und sei gesunken, hieß es. Wann sich das Unglück genau ereignete, blieb unklar. Der arabische Sender Al Dschasira zitierte Quellen, wonach die Barke bereits am vergangenen Samstag in den Fluten untergegangen sei. dpaPORT SUDAN]

» Mehr Politik? Tagesspiegel lesen + 50 % sparen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben