NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ÄGYPTEN

Geplante Parlamentswahl

noch einmal verschoben

Kairo - Die Parlamentswahl in Ägypten wird nach Angaben aus Militärkreisen möglicherweise nicht vor November und damit zwei Monate später als geplant stattfinden. Mit einer solchen Verschiebung würden die herrschenden Streitkräfte der Forderung neuer Parteien nachkommen, die mehr Zeit zur Vorbereitung beanspruchen. Ein früher Termin würde dagegen gut organisierten Organisationen wie der Muslim-Bruderschaft zugutekommen.rtr

FRANKREICH

Anwärter der Sozialisten

für Wahl 2012 stehen fest

Paris - Bei den französischen Sozialisten bewerben sich sechs Politiker um die Präsidentschaftskandidatur. Bis zum Mittwochnachmittag reichten unter anderen die Parteivorsitzende Martine Aubry sowie deren Vorgänger François Hollande ihre Bewerbung ein. Eine Bewerbung des in den USA wegen Vergewaltigung angeklagten früheren Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, der als haushoher Favorit gegolten hatte, schien schon zuvor ausgeschlossen. Neben Aubry und Hollande warf auch die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal ihren Hut in den Ring. Antreten werden auch die beiden sozialistischen Abgeordneten Manuel Valls und Arnaud Montebourg. AFP

CHINA

„Vorerst keine vollen

Menschenrechte“

Peking - In ungewöhnlich offenen Worten hat China eingeräumt, in absehbarer Zeit seinen Bürgern keine vollen Menschenrechte zu gewährleisten. Die Volksrepublik habe in dieser Beziehung noch einen langen Weg vor sich, erklärte der Informationschef des Staatsrates Wang Chen in einem Zeitungsbeitrag. Soziale Probleme seien einer der Gründe, warum China die international eingeforderten Rechte derzeit nicht gewährleisten könne, erklärte er. Auch die ungleiche Verteilung des Reichtums, die hohe Inflation, steigende Wohnungspreise in Städten oder der Zugang zu Bildungschancen seien Hindernisse. rtr

GROSSBRITANNIEN

Zweite Nacht der Gewalt

in Nordirland

London/Belfast - Die zweite Nacht in Folge haben sich vor allem jugendliche Demonstranten in Belfast und anderen Regionen Nordirlands Straßenkämpfe mit der Polizei geliefert. Nachdem die traditionellen Märsche von zehntausenden protestantischen Loyalisten tagsüber ohne Störungen abgelaufen waren, kam es in der Nacht zum Mittwoch erneut zu Ausschreitungen. Auf beiden Seiten gab es Verletzte, teilte die Polizei mit, nannte aber keine genauen Zahlen. Die Schutzuniformen von mindestens vier Polizisten hätten Feuer gefangen, das allerdings schnell gelöscht werden konnte. dpa

ZYPERN

Demonstranten fordern nach Explosion Rücktritt des Staatschefs

Athen - Nach dem schweren Explosionsunglück, das am Montagmorgen auf der Insel Zypern zwölf Todesopfer forderte, kommt Staatschef Dimitris Christofias unter wachsenden Druck. Tausende wutentbrannte Demonstranten versuchten am Dienstagabend, den Präsidentenpalast in Nikosia zu stürmen. Sie forderten den Rücktritt des Staatschefs, dem sie eine Mitschuld an dem Unglück geben. „Steckt die Mörder ins Gefängnis“, hieß es auf einem Spruchband. Mit Sprechchören forderten die Demonstranten „Nieder mit der Christofias-Junta“. Mit Einsatz von Tränengas vertrieb die Polizei die Menge. Am Montag waren auf einer Marinebasis der griechisch-zyprischen Nationalgarde an der Südküste der Insel zwei randvoll mit Munition gefüllte Container explodiert. öhl

VENEZUELA

Präsident Chávez rechnet

mit Chemotherapie

Caracas - Der krebskranke venezolanische Präsident Hugo Chávez rechnet damit, dass er sich einer Chemotherapie unterziehen muss. Dem Fernsehsender VTV sagte er, nach der Entfernung seines Tumors habe er sich „optimal“ erholt. Derzeit befinde er sich in der zweiten Behandlungsphase. Wenn alles gut gehe, werde in der dritten Phase „sehr wahrscheinlich“ eine Strahlen- oder Chemotherapie erforderlich.AFP

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben