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JAPAN

Regierungssprecher schwächt Ankündigung zu Atomausstieg ab

Tokio - In der japanischen Regierung zeichnet sich ein Konflikt über die angekündigte Energiewende mit dem Ziel eines Atomausstiegs ab. Die von Ministerpräsident Naoto Kan in Aussicht gestellte Abkehr von der Kernkraft nach der Fukushima-Katastrophe sei nicht die offizielle Linie der Regierung, sagte deren Sprecher Yukio Edano am Donnerstag in Tokio. Eine Gesellschaft ohne Atomkraft, wie von Kan gewünscht, sei lediglich eine „Hoffnung für die ferne Zukunft“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Kyodo. Am Mittwoch hatte Kan angekündigt, sein Land wolle „systematisch und in Etappen“ aus der Atomkraft aussteigen. Regierungssprecher Edano betonte, dass die Aussagen Kans als Beginn einer nationalen Debatte über Atomenergie zu verstehen seien. Japan werde seine Atomkraftwerke noch viele Jahre nutzen. dpa

NAHOST

Arabische Liga will bei UN

Anerkennung Palästinas beantragen

Doha - Die Arabische Liga will bei den Vereinten Nationen die Anerkennung Palästinas als unabhängiger Staat beantragen. Die Liga wolle die UN-Vollversammlung und den UN-Sicherheitsrat um die Aufnahme Palästinas bitten, erklärte der Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil el Arabi, am Donnerstag in Doha. Zuvor hatte sich ein Ausschuss des arabischen Staatenbundes in Gegenwart von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen. Nach Angaben des Generalsekretärs der Liga hat sich der Ausschuss verpflichtet, auf die „Anerkennung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als seiner Hauptstadt“ hinzuarbeiten. Der palästinensische Verhandlungsführer Sajeb Erakat sagte, 117 Staaten würden bereits einen palästinensischen Staat anerkennen. AFP

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