NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Weiterer Vertrauter

Präsident Karsais getötet

Kabul - In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist ein enger Berater von Staatschef Hamid Karsai bei einem Angriff getötet worden. Der frühere Gouverneur der südlichen Unruheprovinz Urusgan, Dschan Mohammed Chan, sei am Sonntagabend bei einem Angriff auf sein Haus in Kabul getötet worden, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter. Chan sei für Karsai ebenso wichtig gewesen wie dessen am Dienstag ermordeter Halbbruder Ahmed Wali Karsai. Über die genauen Umstände der Tötung konnte der Regierungsvertreter zunächst keine Angaben machen. Chan gehörte wie Karsai dem einflussreichen südafghanischen Popalsai-Stamm der paschtunischen Volksgruppe an. Er war ein langjähriger Freund des afghanischen Staatschefs, gegen den die 2001 von der Macht vertriebenen radikalislamischen Taliban einen bewaffneten Aufstand führen. AFP

BAHRAIN

Schiiten ziehen sich

aus Dialogforum zurück

Berlin - Die schiitische Opposition in Bahrain zieht sich aus dem Nationalen Dialog für politische Reformen zurück. Die Gespräche würden nicht „ernsthaft“ geführt, begründete die größte Oppositionsgruppe Wefak ihre Entscheidung. Der Chef der Wefak-Delegation, Chalil el Marsuk, sagte, das Beratungsgremium der Partei werde die Entscheidung am Montag offiziell bestätigen. Der Nationale Dialog hatte Anfang Juli begonnen. Bereits vor Beginn der Gespräche hatte die Wefak mit einem Boykott gedroht, weil sie sich mit den vorgesehenen fünf von 300 Delegierten unterrepräsentiert sah. Die schiitische Bevölkerungsmehrheit hatte im Frühjahr gegen die sunnitische Herrscherfamilie aufbegehrt. AFP

ALGERIEN

Selbstmordanschlag

nahe der Hauptstadt

Algier - Extremisten haben bei einem Anschlag vier Menschen getötet und ein Dutzend weitere verletzt. Einer der Täter sprengte sich am frühen Samstagmorgen in seinem Wagen an einer Polizeistation östlich von Algier in die Luft. Kurz darauf versuchte ein zweiter, mit einem Motorrad in eine Gruppe herbeigeeilter Ortsbewohner und Rettungskräfte zu rasen. Ein Polizist starb bei dem Versuch, sich dem Attentäter in den Weg zu stellen, berichteten die örtlichen Behörden. dpa

TUNESIEN

Bewaffnete Angreifer attackieren Polizeistationen

Tunis - Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag in Tunesien mehrere Polizeistationen angegriffen. Dabei wurden mindestens vier Menschen schwer verletzt, wie es aus übereinstimmenden Quellen hieß. Die Auseinandersetzungen dauerten mehrere Stunden; ein Hubschrauber der Armee kreiste über dem Gebiet. Die Angreifer seien teilweise mit Säbeln bewaffnet gewesen, andere hätten Molotowcocktails geworfen, sagte ein Polizist. Bewohner der Stadt Menzel Bourguiba, die Schauplatz der Angriffe war, äußerten die Vermutung, hinter den Attacken steckten Gegner der jungen Demokratiebewegung oder die Partei des im Frühjahr gestürzten und geflohenen Präsidenten Zine El Abidine Ben Ali. AFP

LIBYEN

Neue Nato-Angriffe

auf Ziele bei Tripolis

Bir Ghanam - Die Nato hat in der Nacht zum Sonntag erneut Luftangriffe auf Ziele in der Nähe von Tripolis geflogen. Im libyschen Fernsehen war von einer Bombardierung „ziviler und militärischer Anlagen“ östlich der libyschen Hauptstadt die Rede. Aufständische und Gaddafi-Truppen lieferten sich weiter heftige Gefechte. Bei einem Angriff auf die Stadt Brega kamen Berichten zufolge zehn Rebellen ums Leben. rtr

IRAK

Bombenanschlag

in Kerbala

Bagdad - Während einer Pilgerveranstaltung von Schiiten ist in der irakischen Stadt Kerbala erneut eine Bombe explodiert. Dabei kamen offiziellen Angaben zufolge mindestens drei Menschen ums Leben, 15 wurden verletzt. Die meisten Opfer seien Polizisten, hieß es von der Polizei. Es war bereits der dritte Anschlag in der von Schiiten als heilig betrachteten Stadt in zwei Tagen. rtr

ISRAEL

Waldbrand bedroht Holocaust-Gedenkstätte

Jerusalem - Ein Großbrand im Jerusalemer Wald hat sich am Sonntag gefährlich der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem genähert. Am Abend gelang es den Rettungskräften jedoch, den Brand weitgehend unter Kontrolle zu bringen. Die Feuersbrunst hatte sich bis auf wenige hundert Meter der Gedenkstätte genähert. Sechs Menschen hätten leichte Rauchverletzungen erlitten, sagte ein Polizeisprecher. Die meisten Mitarbeiter sowie Besucher seien in Sicherheit gebracht worden. In Yad Vashem werden zahlreiche Erinnerungsstücke von unersetzlichem Wert aufbewahrt. dpa

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