NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

UNGARN

Freispruch für Angeklagten in Nazi-Kriegsverbrecherprozess

Budapest - Der wegen Nazi-Kriegsverbrechen in Budapest angeklagte Ungar Sandor Kepiro ist am Montag in erster Instanz freigesprochen worden. Der heute 97-Jährige soll 1942 an einem Massaker an mehr als 1000 Juden, Roma und Serben im serbischen Novi Sad beteiligt gewesen sein. Die Region stand damals unter ungarischer Besatzung. Zur Urteilsbegründung wurde zunächst nur bekannt, dass es nicht nachweisbar sei, dass Kepiro vom Massaker gewusst habe. Gegen das Urteil des Stadtgerichts Budapest kann Berufung eingelegt werden. dpa

LIBYEN

Differenzen zwischen Europäischer und Afrikanischer Union

Pretoria - Die Differenzen zwischen der Europäischen Union (EU) und der Afrikanischen Union (AU) über die Zukunft Libyens bleiben. Der Rücktritt des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi könne nach Ansicht der afrikanischen Staaten nur ein Ergebnis von Verhandlungen zwischen den libyschen Parteien sein, sagte Südafrikas Präsident Jacob Zuma am Montag in Pretoria nach einem Treffen mit dem britischen Premierminister David Cameron. Erst müsse Gaddafi gehen, dann könnten die Verhandlungen über die Zukunft Libyens beginnen, betonte dagegen Cameron. dpa

SYRIEN

EU erhöht Druck

auf Führung in Damaskus

Brüssel - Angesichts der anhaltenden Gewalt in Syrien gegen regierungskritische Demonstranten droht die Europäische Union dem Land mit weiteren Sanktionen. Solange „die nicht hinnehmbare Gewalt“ gegen Zivilisten andauere, werde die EU ihre Politik der gezielten Strafmaßnahmen gegen die dafür Verantwortlichen fortsetzen, erklärten die EU-Außenminister am Montag in Brüssel. Im Nahost-Konflikt forderten sie eine Rückkehr zu Friedensgesprächen. AFP

ÖSTERREICH/LITAUEN

Diplomatische Irritationen

um Ex-KGB-Offizier

Vilnius - Ein Ex-KGB-Agent sorgt für diplomatische Verstimmungen zwischen Litauen und Österreich. Der 62-jährige Russe Michail Golovatov, der in Litauen als Kriegsverbrecher gesucht wird, war am Donnerstag bei einer Zwischenlandung in Wien aufgrund eines internationalen Haftbefehls festgenommen und in der Nacht auf Samstag wieder freigelassen worden. Als Reaktion hat Litauen seinen Botschafter zu Konsultationen aus Wien zurückgerufen, wie in Vilnius mitgeteilt wurde. Zudem wurde dem österreichischen Botschafter in Vilnius durch das litauische Außenministerium eine Protestnote überreicht. dpa

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