NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

PAKISTAN

19 Tote bei Unruhen in Karachi

Islamabad - Zwei Wochen nach den schweren Unruhen mit fast 100 Toten ist die Hafenmetropole Karachi im Süden Pakistans erneut von Straßenkämpfen erschüttert worden. Dabei wurden 19 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Wie Rettungskräfte mitteilten, hatte es Zusammenstöße rivalisierender politischer Gruppen gegeben. Sicherheitskräften gelang es erst in der Nacht zum Sonntag, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Nach Polizeiangaben waren in die Auseinandersetzungen Anhänger der in der Provinz Sindh mitregierenden Regionalpartei MQM sowie einer Splittergruppe verwickelt, die sich von der Partei abgespalten hatte. Die Organisationen konkurrieren um Einfluss im Urdu sprechenden Teil der Bevölkerung. dpa

VENEZUELA

Chávez nach Chemotherapie zurück

Caracas - Venezuelas krebskranker Staatschef Hugo Chávez ist nach der ersten Runde seiner Chemotherapie in Kuba in sein Heimatland zurückgekehrt. Chávez wurde auf dem Flughafen von Caracas von Kabinettsmitgliedern und hochrangigen Militärs begrüßt. Der 56-Jährige sagte, er sei froh, zurück zu sein. „Wir werden diese Krankheit mit Gottes Hilfe, unserem Willen, der medizinischen Wissenschaft besiegen“, sagte er. Mit Blick auf sein Ziel einer sozialistischen Gesellschaft sagte er, Venezuela könne „nicht vom Weg abkommen“ oder „eine Kolonie werden“. Chávez war vor einem Monat in Kuba ein Tumor im Beckenbereich entfernt worden. Anfang Juli kehrte er nach Venezuela zurück, reiste einige Tage später aber wieder nach Kuba, um die Chemotherapie zu beginnen. AFP

LIBYEN

Berlin gibt Übergangsrat Darlehen

Berlin - Die Bundesregierung greift den libyschen Rebellen mit einem massiven Darlehen unter die Arme. Wie das Auswärtige Amt am Sonntag in Berlin mitteilte, beschloss die Regierung, dem Übergangsrat einen 100-Millionen-EuroKredit für „zivile und humanitäre Zwecke“ zur Verfügung zu stellen. Die Mittel würden dringend benötigt, sagte Außenminister Guido Westerwelle. Die Lage in dem nordafrikanischen Land sei äußerst schwierig, es fehle an Mitteln, um Versorgungsengpässe zu beheben – „von der medizinischen Versorgung bis hin zu Nahrungsmitteln. Die Menschen, insbesondere im Osten Libyens, leiden darunter mehr und mehr“, sagte er. rtr

SYRIEN

Hunderte Festnahmen in Damaskus

Nikosia - In der syrischen Hauptstadt Damaskus haben Sicherheitskräfte nach Angaben eines Menschenrechtsaktivisten hunderte Menschen festgenommen. An den Zugängen zum Stadtteil Kabun habe die Armee Straßensperren errichtet, sagte der Chef der syrischen Menschenrechtsliga, Abdel Karim Rihawi. Staatschef Baschar al Assad versetzte als Reaktion auf Massenproteste den Gouverneur der Stadt Deir Essor, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Sana. Am Freitag waren dort nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 550 000 Menschen gegen die Regierung in Damaskus auf die Straße gegangen. Beim Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen die Protestbewegung wurden laut Menschenrechtsorganisationen landesweit bislang mindestens 1400 Zivilisten getötet und mehr als 12 000 weitere festgenommen. AFP

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