NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NORWEGEN

Attentäter Breivik wollte offenbar auch Königspalast angreifen

Oslo - Der geständige Attentäter von Oslo, Anders Behring Breivik, hat laut einem Zeitungsbericht auch Anschläge auf den norwegischen Königspalast und den Sitz der regierenden Arbeiterpartei geplant. Das habe Behring Breivik während seines Verhörs gesagt, berichtete die norwegische Boulevardzeitung „Verdens Gang“ ohne Nennung einer Quelle. Staatsanwalt Paal-Fredrik Hjort Kraby sprach nur davon, dass Breivik sich für andere Ziele interessiert habe. Dabei handele es sich „um Ziele, die für einen Terroristen natürlich erscheinen“, fügte er hinzu, ohne nähere Angaben zu machen. Für den Freitag vergangener Woche habe Breivik aber allein die Angriffe auf den Regierungssitz in Oslo und das Jugendcamp der Arbeiterpartei auf der Insel Utöya vorgesehen, bei denen er 77 Menschen tötete. AFP

LIBYEN

Islamisten sollen hinter Mord

an Rebellengeneral Junes stecken

Bengasi - Der libysche Rebellen-General Abdel Fattah Junes ist aller Wahrscheinlichkeit nach von Islamisten aus den eigenen Reihen erschossen worden. Die Führung der Aufständischen teilte am Samstag mit, Angehörige einer islamistischen Miliz hätten den früheren Innenminister von Machthaber Muammar Gaddafi auf dem Weg von der Front zu einer Befragung in Bengasi getötet. Der Anführer des Kommandos sei festgenommen worden und geständig, nach den Todesschützen werde gefahndet. Als Tatmotiv wird Rache vermutet. Ein Kommandeur der Rebellen sagte, als Innenminister Gaddafis habe Junes Islamisten verfolgt, die dafür nun Vergeltung geübt hätten. rtr

ÄGYPTEN

Nach Islamisten-Aufmarsch: Säkulare bleiben auf Tahrir-Platz

Kairo - Nach einem massiven Aufmarsch von zehntausenden Islamisten ist die säkulare Opposition wieder auf den Tahrir-Platz im Zentrum von Kairo zurückgekehrt. „Wir machen mit unserer Dauerbesetzung weiter wie gehabt“, erklärte ein Sprecher der Bewegung 6. April. Linke, liberale und nationalistische Oppositionsgruppen besetzen den Tahrir-Platz seit drei Wochen. Sie wollen damit ihren unerfüllten politischen Forderungen nach dem Sturz des Präsidenten Husni Mubarak im Februar dieses Jahres Nachdruck verleihen. Darunter fallen eine gründliche und zügige Reform von Justiz und Polizei und die Säuberung der öffentlichen Verwaltung von Angehörigen des Mubarak-Regimes. Am Freitag hatten zehntausende Islamisten aus ganz Ägypten den Tahrir-Platz nahezu überschwemmt. Sie verlangten die Errichtung eines Gottesstaates mit der Scharia, dem mittelalterlichen islamischen Recht, als „Verfassung“. Die Kundgebung verlief friedlich. dpa

ÖSTERREICH

Mauerfall soll Auslieferung

von NS-Verbrecher verhindert haben

Wien - Der Fall der Berliner Mauer soll 1989 die Auslieferung eines der meistgesuchten Naziverbrechers von Syrien an die DDR verhindert haben. Wie das österreichische Magazin „profil“ unter Berufung auf unveröffentlichte Dokumente der DDR-Staatssicherheit berichtete, stand die Überstellung Alois Brunners an die DDR damals kurz bevor. Brunner gilt als einer der wichtigsten Mitarbeiter Adolf Eichmanns. Der Österreicher war 1954 nach Syrien geflohen und wurde dort im Jahr 2001 zuletzt gesehen. AFP

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