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Foto: AFP
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UKRAINE

Oppositionschefin Timoschenko

muss in U-Haft

Kiew - In der Ukraine muss die ehemalige Regierungschefin Julia Timoschenko in Untersuchungshaft. Der 50-Jährigen drohen wegen Amtsmissbrauchs bis zu zehn Jahre Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft habe auf Störversuche Timoschenkos im Prozesses reagiert, meldete die Agentur Interfax. Als Zeuge belastete Regierungschef Nikolai Asarow in dem Prozess Timoschenko schwer. Seine Vorgängerin habe 2009 mit Russland ein „verräterisches“ Gasabkommen geschlossen. Die prowestliche Timoschenko wirft der Regierung eine politische Hetzjagd vor. AFP/dpa

PHILIPPINEN

Erstes Treffen mit Rebellen

seit 14 Jahren

Manila - Zum ersten Mal seit 14 Jahren hat sich ein philippinischer Präsident mit dem Führer der muslimischen Rebellen getroffen. Das Treffen zwischen Präsident Benigno Aquino und dem Vorsitzenden der Rebellenorganisation, Moro Islamic Liberation Front (MILF), Al Haj Murad Ibrahim, fand nach offiziellen Angaben am Donnerstag statt. Vereinbart wurde, zügig über Frieden zu verhandeln und mögliche Vereinbarungen noch in der Amtszeit der jetzigen Regierung umzusetzen. Auf Mindanao im Süden kämpft die muslimische Minderheit seit Jahrzehnten um Autonomie innerhalb des katholisch geprägten Staates. KNA

LIBYEN

Gaddafis Gegner: Sohn

des Machthabers ist tot

Bengasi - Bei einem Luftangriff der Nato auf eine Kommandozentrale in Westlibyen ist nach Angaben der libyschen Rebellen ein Sohn von Machthaber Muammar al Gaddafi, Chamis, getötet worden. Der Sprecher der Rebellen berief sich auf Spione. Ein Nato-Sprecher erklärte, die Nachricht werde geprüft. AFP

KOSOVO

Verwirrung um angebliches Ende

des Konflikts mit Serbien

Pristina/Belgrad - Im seit anderthalb Wochen schwelenden Kosovo-Konflikt haben Kosovo und die Nato am Freitagabend einen Kompromiss verkündet. Serbien erklärte freilich später, es lehne ihn ab. Als Kernpunkt des Kompromisses sollte die Nato-Truppe KFOR nach deren Angaben vorerst zwei umstrittene Grenzübergänge kontrollieren. Die Kontrollen und ein serbisch-kosovarischer Warenboykott sind Kern des Konflikts. Tsp/dpa

POLEN

Bauernführer Andrzej Lepper

nimmt sich das Leben

Warschau - Der frühere polnische Vize-Regierungschef Andrzej Lepper ist tot. Alles deute darauf hin, dass er sich das Leben genommen habe, sagte ein Polizeisprecher. Der 57-jährige Rechtspopulist und Chef der Bauernpartei „Selbstverteidigung“ war 2006 und 2007 Bündnispartner des konservativen Premiers Jaroslaw Kaczynski. Vor einem Jahr war er wegen sexueller Nötigung von Mitarbeiterinnen der Partei zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. AFP

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