NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SOMALIA

Präsident spricht von Sieg

Mogadischu - Erstmals seit Beginn ihres Aufstandes vor vier Jahren in Somalia hat die islamistische Al-Shabbab-Miliz ihre Kämpfer aus der Hauptstadt Mogadischu zurückgezogen. Während Somalias Präsident Scheich Scharif Ahmed von einem Sieg über die Al Shabbab sprach, begründete ein Rebellensprecher den Rückzug mit einer geänderten Strategie. Der Schritt sei taktischer Natur, in anderen Städten des Landes bleibe die Miliz präsent. Somalia kämpft nach der schwersten Dürre seit Jahrzehnten mit einer Hungersnot. Die unklaren Machtverhältnisse erschweren die Arbeit der Hilfsorganisationen. Immer wieder kommt es zu Plünderungen. Wegen der Hungersnot waren zuletzt viele Somalier nach Mogadischu und ins größte Flüchtlingslager Dadaab nach Kenia geflüchtet. rtr

KOSOVO

Blockaden werden aufrechterhalten

Pristina/Belgrad - Der mühsam erreichte Kompromiss zur Lösung der Kosovo-Krise kann vorerst nicht umgesetzt werden. Die serbische Minderheit in der früheren serbischen Provinz will erst am Dienstag entscheiden, ob sie der zwischen Serbien und dem Kosovo ausgehandelten Vereinbarung im Streit um Handelsblockaden und Zollfragen zustimmt. Ihre Straßensperren auf den Transitrouten zwischen beiden Staaten will sie bis dahin aufrechterhalten. Bürgermeister mehrerer Orte in der serbischen Enklave verständigten sich am Samstag bei einem Treffen in Zvecan auf diese Linie. Der Kompromiss sieht mehrere Tage Zeit für die Räumung der Straßensperren vor. dpa

USA

Hacker erklären Polizei den Krieg

Las Vegas - Aus Rache für Festnahmen von Gleichgesinnten hat eine Hacker-Gruppe der US-Polizei den Cyber-Krieg erklärt. Die Gruppe AntiSec veröffentlichte am Samstag eine Erklärung im Internet, wonach sie über einen Internet-Angriff an Informationen von 70 US-Polizeidienststellen gelangt ist, die nun veröffentlicht werden sollten. „Wir veröffentlichen eine massive Menge vertraulicher Informationen, die Polizeibeamte quer durch die USA blamieren, in Misskredit bringen und belasten werden“, hieß es. Dies geschehe aus Solidarität mit in Großbritannien und in den USA verhafteten Hackern „und allen anderen politischen Gefangenen“, die Opfer von Rechtsbeugung seien. Die britische Polizei hatte Ende Juli den mutmaßlichen Sprecher der Hackergruppen Lulz Security und Anonymous festgenommen. Ein Londoner Gericht setzte den 18-Jährigen vergangene Woche bis zur weiteren Verhandlung unter Auflagen auf freien Fuß. AFP

Haupttäter von Abu Ghraib frei

Washington - Der Rädelsführer bei der Misshandlung von Gefangenen durch US-Soldaten im Gefängnis Abu Ghraib während des Irak-Kriegs ist wieder auf freiem Fuß. Der einstige Obergefreite Charles Graner verließ am Samstag nach dem Verbüßen eines Teils seiner Haftstrafe das Militärgefängnis, wie eine Armeesprecherin mitteilte. Damit sind alle im Zusammenhang mit dem Abu-Ghraib-Skandal verurteilten Soldaten wieder frei. Die Erniedrigung und Misshandlung irakischer Gefangener durch US-Soldaten in dem Gefängnis bei Bagdad war im April 2004 ans Licht gekommen. Die Veröffentlichung der von den Wärtern selbst aufgenommenen Fotos, welche die Folterungen und sexuellen Demütigungen dokumentierten, hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. AFP

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