NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ITALIEN

2000 neue Flüchtlinge gelandet

Genf - Mindestens 2000 Bootsflüchtlinge sind über das vergangene Wochenende auf der italienischen Insel Lampedusa gelandet. Rund 1800 seien im libyschen Janzour zwölf Kilometer westlich von Tripolis in See gestochen, nachdem sie über eine Woche auf günstige Wetterbedingungen gewartet hätten, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit. Die meisten stammten aus Staaten südlich der Sahara. Unter den Neuankömmlingen seien etwa 200 Frauen und 30 Kinder. Insgesamt kamen laut UNHCR in diesem Jahr bislang 52 000 Flüchtlinge aus Nordafrika in Italien an. Bisher hätten mehr als 1500 Menschen die Überfahrt per Schiff mit dem Leben bezahlt. KNA

OSTAFRIKA

Hilfsflug aus Deutschland

Berlin - Internationale und deutsche Hilfsorganisationen schicken tausende Tonnen Hilfsgüter in die Hungerregion nach Ostafrika. In der Nacht zum Mittwoch sollte ein Flugzeug der Organisation Luftfahrt ohne Grenzen mit 90 Tonnen Nahrung und Medikamenten die kenianische Hauptstadt Nairobi anfliegen, wie der Präsident der Organisation, Frank Franke, am Dienstag sagte. World Vision Deutschland will mit Zelten die Menschen im Flüchtlingslager Dadaab vor Sandstürmen schützen. Die Gegend rund um das Lager sei ausgedörrt und biete keinen Schutz vor dem Wind, der ständig Staub und Sand aufwirbele, teilte die Organisation mit. Vor allem für die Kinder, die das Lager nach tagelangen Fußmärschen erschöpft und halb verhungert erreichten, sei dieser Zustand unerträglich. Viele litten bereits unter Infektionskrankheiten und müssten umgehend medizinisch behandelt werden. dapd

SYRIEN

Flüchtlinge: Armee mordet brutal

Damaskus/Istanbul - Mit Massenfestnahmen und Angriffen auf mehrere Ortschaften haben die syrischen Regierungstruppen am Dienstag weiter versucht, die Proteste gegen das Regime zu unterdrücken. Das Militär hielt die Küstenstadt Latakia umzingelt. Ein syrischer Aktivist sagte in einem Telefoninterview aus einem Flüchtlingslager in der türkischen Provinz Hatay, am Dienstag habe die Armee drei Ortschaften in der Provinz Idlib angegriffen. Bewohner von Latakia hätten nach ihrer Ankunft in dem Flüchtlingslager von Gräueltaten berichtet. Sie hätten gesagt, die regierungstreuen Kräfte seien gezielt in mehrere Häuser eingedrungen und hätten dort ganze Familien auf brutalste Weise ermordet. dpa

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